AUSBAUBEITRÄGE

Ferdinandshofer müssen jetzt Wege-Geld zahlen

Der umstrittene Gehwegbau in der Ferdinandshofer Allende-Straße wird noch nach altem Recht abgerechnet, darum werden die Anwohner jetzt zur Kasse gebeten. Logisch, dass das nicht jedem passt.
Der Gehweg an der Allende-Straße in Ferdinandshof ist auf einer Straßenseite erneuert worden. Die Anwohner mü
Der Gehweg an der Allende-Straße in Ferdinandshof ist auf einer Straßenseite erneuert worden. Die Anwohner müssen jetzt Ausbaubeiträge zahlen. Doch die Straßensanierung steht noch bevor. Simone Weirauch
Ferdinandshof.

Für ihren neuen Gehweg auf einer Seite der immer noch unsanierten Allende-Straße in Ferdinandshof müssen die Anlieger „Wege-Geld“ zahlen. Der Gehweg ist 2017 gebaut worden. Auf der Grundlage der gültigen Straßenausbaubeitragssatzung der Gemeinde erhebt das Amt Torgelow-Ferdinandshof dafür bei den Anliegern jetzt Ausbaubeiträge.

Bescheid wird Montag verteilt

Nach Auskunft des Amtes werden den privaten Anliegern durchschnittlich 17 Cent pro Quadratmeter angerechnet. Alle Betroffenen haben dazu eine Einladung des Amtes erhalten, sich am kommenden Montag im Büro des Bürgermeisters einzufinden. „Wir geben den Bürgern die Möglichkeit, sich gleich vor Ort ihren Bescheid erklären und über Zahlungsmöglichkeiten beraten zu lassen“, sagte Marina Gajewi, Vize-Bürgermeisterin in Torgelow.

Weil der Bau des Gehweges vor dem 1. Januar 2018 erfolgte, sind die Kosten nach altem Recht noch umlagefähig. Trotzdem gibt es wegen dieses Weges Ärger im Dorf. Denn eigentlich drängen die Ferdinandshofer schon seit mehr als zehn Jahren auf den Ausbau der gesamten Allende-Straße. Die Huckelpiste sollte nach Arbeiten der GKU im Jahr 2006 im Jahr darauf saniert werden. Doch der Bau der Kreisstraße ist immer wieder verschoben worden.

Anwohner kritisieren Schildbürgerstreich

Und auch jetzt ist in absehbarer Zeit nicht damit zu rechnen, denn die Straße stand vor einem Jahr in der Prioritätenliste des Kreises auf Platz 41. Darum forcierte die Gemeinde den Gehwegbau. Doch bei einer Bürgerversammlung 2017 sprachen sie die meisten der 60 Anwesenden dagegen aus. Es sei ein Schildbürgerstreich, den Gehweg ohne die Straße zu bauen, hieß es damals.

Auch Peter Matuschek, der vor sechs Jahren mit seiner Frau aus Hamburg nach Ferdinandshof gezogen ist, ärgert sich. Er soll für einen Gehsteig auf der anderen Straßenseite zahlen, den er nicht wollte. Für ihn ist das Behördenwillkür. Anwohner Hans Gotthardt sieht das Ganze kritisch. Der Weg sei viel zu schmal. „Dafür bezahle ich keinen Cent.“ Als Teil des Mecklenburger Seenradweges sei der Weg Radwanderern gar nicht zumutbar.

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