EIN CORONAINFIZIERTER

Fieberambulanz hat bisher 76 Patienten behandelt

Bilanz nach zwei Wochen: Knapp 80 Menschen wurden bisher zur Fieberambulanz nach Ueckermünde weitervermittelt. Ein Corona-Test war positiv. Noch liegen nicht alle Ergebnisse vor.
Seit zwei Wochen gibt es auf dem Gelände des Ameos-Klinikums in Ueckermünde eine Fieberambulanz.
Seit zwei Wochen gibt es auf dem Gelände des Ameos-Klinikums in Ueckermünde eine Fieberambulanz. ZVG
Ueckermünde.

Vor exakt zwei Wochen hat das Ärztenetzwerk HaffNet mit der Eröffnung der Fieberambulanz auf dem Gelände des Ameos-Klinikums in Ueckermünde eine echte Vorreiterrolle eingenommen.

Bisher eine Coronavirus-Infektion nachgewiesen

„Es ist bisher sehr gut gelaufen“, betont Dr. Andrea Mossner, Leitende Ärztin des Ameos-Poliklinikums Ueckermünde, und fügt hinzu: „Die Fallzahlen befinden sich in einem überschaubaren Bereich.“ Insgesamt 76 Patienten, die sich mit dem Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) telefonisch bei ihren Hausärzten meldeten, wurden nach Angaben Mossners an die Infektambulanz weitervermittelt. Bei knapp der Hälfte dieser Patienten wurde ein Abstrich gemacht. Ein Test fiel positiv aus. Allerdings liegen auch noch nicht alle Ergebnisse vor.

Den Bereitschaftsdienst für die Versorgung von Patienten mit Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion bietet das Ärztenetzwerk HaffNet zusammen mit dem Ameos-Klinikum montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr an. Die niedergelassenen Ärzte der Region wechseln dabei ständig.

Das Ziel: Mithilfe der Fieberambulanz sollen die Arztpraxen in der Haff-Region entlastet werden und deren Arbeitsfähigkeit sichergestellt werden. So sollen sich die Praxen besser um andere Erkrankte kümmern. Die infektiösen Patienten sollen von den nicht-infektiösen Patienten getrennt werden.

Abstrich-Kapazitäten schränken die Tests auf Corona-Infektionen ein

Allerdings wird nicht gleich jede Person nach dem Anruf beim Hausarzt an die Fieberambulanz weitervermittelt. „Personen, die zu einer Risikogruppe gehören oder im Gesundheitswesen arbeiten und dazu grippeähnliche Symptome zeigen, werden an die Fieberambulanz weitervermittelt“, sagt Andrea Mossner. Kontakte von Kontaktpersonen zählen beispielsweise aber schon nicht mehr zu diesen Personen.

„Dafür reichen die Abstrich-Kapazitäten nicht aus“, sagt die Ärztin, nach deren Schätzungen die Zahl der Coronainfizierten weiter ansteigen wird. „Es ist aber auch definitiv so, dass die Infektionen durch die Einschränkungen viel langsamer ansteigen“, sagt Andrea Mossner.

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Kommentare (3)

nur in Ueckermünde sind das gerade mal 0,7%. Ein Abstrich gar nur bei 0,4%.
1 Infektion nachgewiesen.
Es werden dort medizinische Kapazitäten gebunden, wo uns ständig suggeriert wird, dass sie woanders am Limit arbeiten. Und nochmal, wenn sich unsere Politiker und "Experten" sicher sind, dass der große Ausbruch mit vielen beatmungspflichtigen Patienten noch bevor steht.
Warum will man dann Patienten aus dem Ausland holen?
Man kann auch sehr gut vor Ort helfen.

Beatmungsgeräte und Intensivbetten sollten nicht wie "MEIN Schaaatz" behandelt werden... googeln Sie doch mal das Wort Solidarität

Vielleicht einfach aus Mitmenschlichkeit? Oder propagieren Sie die nur für "Biodeutsche"?
Pfui!