Torgelows Bürgermeisterin Kerstin Pukallus reagierte schockiert auf den tragischen Unfall in der Eisengießerei und bot der Firma Unterstützung an.
Torgelows Bürgermeisterin Kerstin Pukallus reagierte schockiert auf den tragischen Unfall in der Eisengießerei und bot der Firma Unterstützung an. Feuerwehr Torgelow, Andy Bünning, Eckhard Kruse, NK-Montage
Reaktion aus dem Rathaus

Flagge auf halbmast zum Gedenken an Torgelower Unfallopfer

Torgelows Bürgermeisterin Kerstin Pukallus reagierte schockiert auf den tragischen Unfall in der Eisengießerei und bot Unterstützung an – auch den Kameraden der Feuerwehr.
Torgelow

Nachdem sie vom Torgelower Wehrführer Lars Cornelius die Mitteilung über den schweren Arbeitsunfall in der Eisengießerei erhalten hatte, war Torgelows Bürgermeisterin Kerstin Pukallus zutiefst berührt. Das habe sie auch Torsten Tiefel, dem Geschäftsführer der Silbitz-Group GmbH, unmittelbar nach dem Arbeitsunfall übermittelt. „Ich habe dem Geschäftsführer gegenüber meine Betroffenheit zum Ausdruck gebracht. In dem Telefonat habe ich ihm auch gesagt, dass die Stadt Torgelow, wenn es nötig ist, jede Unterstützung geben wird”, sagte die Bürgermeisterin gegenüber dem Nordkurier.

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Unmittelbar nach dem Einsatz an der Unfallstelle in der Eisengießerei sei die Bürgermeisterin, selbst Mitglied der Truppe, bei den Kameraden der Torgelower Feuerwehr im Gerätehaus gewesen, um sich über den Einsatz zu informieren und den Feuerwehrleuten moralisch zur Seite zu stehen. Auch am Mittwoch war die Rathauschefin bei den Feuerwehrleuten zu Gast, um ihre Verbundenheit mit der Wehr zu bekunden.

Für einige Kameraden war es der erste Einsatz nach einem derart tragischen Unfall. Sehr betroffen zeigte sich auch Wehrführer Lars Cornelius, der zwar schon ähnliche Einsätze erlebt hat, aber diesen wohl nicht so schnell gedanklich bewältigen wird. Der Feuerwehrchef hatte 15 Jahre lang in der Gießerei gearbeitet, kennt viele der dort Beschäftigten persönlich. „Da ist es immer ganz schwer, so etwas zu verarbeiten”, sagte Cornelius. Dennoch, bei aller Betroffenheit, so der Wehrchef, gehören solche Einsätze eben leider auch zu den Aufgaben der Feuerwehr.

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Bürgermeisterin Kerstin Pukallus hat am Mittwoch zudem mit der Führung der Torgelower Firma S.I.S. Stahlbau GmbH Torgelow vereinbart, dass auf dem Firmengelände – und somit ich Sichtweite zur Eisengießerei – eine Torgelower Stadtflagge zum Gedenken an die Opfer des Unfalls auf halbmast gesetzt wird.

Sozialministerium sagt Unterstützung zu

Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) zeigte sich am Mittwoch laut einer Mitteilung tief betroffen und sagte Unterstützung durch die Arbeitsschutzexperten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) bei der Klärung der Ursachen zu. Diese seien bereits am Mittwoch vor Ort gewesen.

„Meine Gedanken sind bei den Familien und Angehörigen der verstorbenen Männer. Ihnen gilt mein aufrichtiges Beileid. Ihnen möchte ich meine tiefe Anteilnahme aussprechen. Dem schwerverletzten Kollegen wünsche ich schnelle und vollständige Genesung“, so Drese. Gleichzeitig bedankte sie sich bei allen Einsatz- und Rettungskräften, die schnell vor Ort waren und alle erdenklichen Hilfen geleistet haben. Auch für diese Frauen und Männer sei das Ereignis nur schwer zu ertragen und verarbeiten.

Die Wiederaufnahme des Betriebs in der Eisengießerei sei nun nicht vorstellbar, bevor weitere Gefahren nicht ausgeschlossen sind. Der Unfall müsse nun akribisch untersucht werden.

Drese betonte, dass der schreckliche Unfall nun detailliert und akribisch untersucht werden wird. „Die Wiederaufnahme des Betriebs ist nicht vorstellbar, bevor weitere Gefährdungen nicht ausgeschlossen sind“, betonte Drese. Das Lagus werde nun gemeinsam mit der Polizei und dem von der Staatsanwaltschaft eingesetzten Gutachter alles tun, um Klarheit über die Unfallursache zu erhalten.

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