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Flüchtlinge sollen in Karpiner Kaserne unterkommen

Die Kaserne in Eggesin könnte schon bald Erstaufnahmelager für Flüchtlinge werden.
Die Kaserne in Eggesin könnte schon bald Erstaufnahmelager für Flüchtlinge werden.
Thomas Krause

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald werden offenbar weit mehr Flüchtlinge untergebracht werden, als es bisher angenommen wurde.

Jetzt also doch: Lange Zeit dementierten Landkreis und Land, dass Flüchtlinge in der leergezogenen Kaserne in Eggesin-Karpin untergebracht werden sollen. Nun ist es nicht mehr ausgeschlossen, dass dort schon bald hunderte Asylsuchende ein vorübergehendes Zuhause finden könnten. Der SPD-Landtagsabgeordnete Patrick Dahlemann bestätigte entsprechende Informationen des Nordkurier.

"Der Druck ist mittlerweile so groß, dass die Kaserne in Karpin noch einmal ernsthaft geprüft wird", sagte er. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Dahlemann kündigte an, so schnell wie möglich eine Einwohnerversammlung in Eggesin zu organisieren. "Wir wissen, dass sich Bürger in Eggesin seit langem Sorgen machen." Zahlen, wonach bis zu 1000 Asylsuchende dort vorerst leben könnten, wollte er nicht kommentieren.

Bürgermeister Dietmar Jesse (CDU) zeigte sich indes über die zeitlichen Abläufe sehr verwundert. "Am 30. September ist die Kaserne an den Bund übergeben worden, nur einen Tag später bekomme ich den Anruf aus dem Innenministerium, dass nun doch ernsthaft geprüft wird, ob dort ein Erstaufnahmelager entstehen könnte." Er habe aber noch keine weiteren Informationen aus Schwerin erhalten.

Es sei aber auch ihm klar, dass es in Sachen Flüchtlings-Unterbringung derzeit überall große Probleme gebe. "Schließlich steht der Winter vor der Tür", sagte Jesse.