Bürgersprechstunde

Fragen zu Tempolimit, Rissen in Häusern, Polizeiarbeit und Abholzung

Der Bürgerbeauftragte des Landes führte in den vergangenen Tagen in der Region mehrere Gespräche. Es ging um Probleme, die Bürgern auf der Seele brennen und wo es Hilfe braucht.
Der Bürgerbeauftragte des Landes, Matthias Crone, informierte sich bei vielen Bürgern in der Region um Ueckermü
Der Bürgerbeauftragte des Landes, Matthias Crone, informierte sich bei vielen Bürgern in der Region um Ueckermünde. Einige der besprochenen Themen: Tempolimit, Abholzung und die Situation in Behinderteneinrichtungen. Jens Büttner (Archiv)
Ein anderes Thema: Vor fünf Jahren freuten sich die Heinrichswalder über die sanierte Dorfstraße. Jetzt zeigt
Ein anderes Thema: Vor fünf Jahren freuten sich die Heinrichswalder über die sanierte Dorfstraße. Jetzt zeigt sich, dass es durch Vibrationen auf dem Kopfsteinpflaster erneut Erschütterungen und Risse in den Gebäuden gibt. NK-Archiv
Ueckermünde

In den vergangenen Tagen hat der Bürgerbeauftragte des Landes, Matthias Crone, gleich mehrfach die Haffregion besucht. Nicht nur beim Sprechtag im Rathaus nahm er Anregungen, Bitten und Beschwerden der Bürger entgegennehmen. Crone suchte auch selbst das Gespräch mit Verantwortlichen in der Region.

Besuch im Ameos-Klinikum

Den Bürgersprechtag in Ueckermünde verband er mit einem Besuch im Ameos-Klinikum in Ueckermünde, um über die Situation von Behinderten zu sprechen. Dabei ging es auch um die öffentlich diskutierten „unhaltbaren Zustände“ in einer betreuten Wohneinrichtung für psychisch Kranke und Menschen mit Behinderungen. Matthias Crone betonte, dass bei der Bewertung der Situation von außen – wie in diesem Fall der Eingliederungshilfe – immer bedacht werden müsse, dass das Selbstbestimmungsrecht auch behinderter und psychisch kranker Menschen respektiert werden müsse.

Einen Besuch stattete Crone auch der Polizeistation in Ueckermünde ab, wo er sich über die Kriminalitätssituation in der Region informierte. Das Besondere bei der Polizeiarbeit in Ueckermünde sei die Vielzahl der Amtshilfe-Einsätze, die die Beamten zu leisten hätten, weil sich dort besonders viele Jugendhilfeeinrichtungen befinden.

Rissen in ihren Häusern

Vor Ort informierte sich der Bürgerbeauftragte in Heinrichswalde über Beschwerden in Zusammenhang mit der neuen Dorfstraße. Vor fünf Jahren feierten die Heinrichswalder den Austausch der lästigen Kopfsteinpflasterstraße gegen eine glatte Asphaltpiste. Nun beklagen sie erneut Erschütterungen auf den verbliebenen 500 Metern Pflaster-Fahrbahn und Risse in ihren Häusern, die es vorher nicht gab. Im Interesse der Heinrichswalder will sich der Bürgerbeauftragte für ein Tempolimit von 30 km/h einsetzen. Mit dem Verkehrsministerium habe er bereits Kontakt aufgenommen, entscheidend sei aber die Mitarbeit der Unteren Verkehrsbehörde, bei der die Gemeinde das Tempolimit beantragen muss.

Abholzungen in Wäldern

Zur Bürgersprechstunde im Rathaus hatten Petenten zudem die Fertigstellung des Radwegeabschnitts von Rieth bis zum Grenzübergang gefordert. Der Bürgerbeauftragte will helfen, Fördermöglichkeiten zu erschließen. Sorgen äußerten Bürger auch wegen der verstärkten Abholzungen in Wäldern am Haff. Ob dies alles forstwirtschaftlich richtig sei, was da passiere? Matthias Crone wird dazu im Forstministerium recherchieren und den Bürgern antworten, versprach er.

In der Bürgersprechstunde wurde ihm auch von Zweitwohnungsbesitzern ein offener Brief an Ministerpräsidentin Schwesig (SPD) übergeben. Durch die Corona-Regeln des Landes hätten sich diese Menschen wie Bürger zweiter Klasse gefühlt, verletzt und gar kriminalisiert. Dass sich so etwas nie wiederhole, dafür will sich auch Crone einsetzen.

Mehr lesen: MV-Bürgerbeauftragter fordert sofortigen Kurswechsel von Schwesig

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Kommentare (2)

Davon können die Bewohner des Schwarzen Weges in Ueckermünde auch ein Lied singen.
Bevor die Straßenbauabgabe abgeschafft wurde, drängte die Stadt Ueckermünde darauf die alte Plattenstraße im Schwarzen Weg neu anzulegen, nun heißt es nur noch es gäbe keine Mittel.

Es werden nur noch Projekte gemacht die für den Tourismus wichtig sind, ausbau der Belliner Straße mit insgesammt 3 Kreisverkehren, oder Prestige bringen, so wie die Straße beim Gymnasium damit die SUVs besser zur Schule kommen.

Das im Schwarzen Weg die Häuser risse bekommen ist dort nicht so wichtig, es sollten mal Stadtvertretter vor Ort sein wenn hier ein großer DPD Transporter mit weit mehr als den erlaubten 30 Km/h durch brettert, oder ein LKW gleich welcher Größe durch fährt, dann wackeln in den Schränken die Gläser.

Der Gehweg ist aus den 60er Jahren, wird weder gepflegt noch Unterhalten und so schlecht das man lieber auf der Plattenstraße geht als dort, unterhalt und Instandhaltung sind ein Fremdwort hier, im gegenteil, die Bewohner bekommen noch Mängelkarten der Stadt wenn Unkraut am Gehweg wächst, das mache ein schlechtes Bild für Spaziergänger (Urlauber)??!!

Das wird erst richtig Lustig, wenn die Bauarbeiten für die beiden Kreisverkehre and den Kreuzungen Oststraße und Eggesinerstraße beginnen und alle Ortskundigen durch den Schwarzen Weg fahren vom Busbahnhof zur Bellinerstraße oder über den restlichen Klockenberg.

Von den hunderten Urlaubern, die seit begin der bauarbeiten der Belliner Straße hier rum irren und nach einem Weg zum Strand suchen oder fragen mal ganz abgesehen.

Aber Anwohner haben eben keine Lobby wie Urlauber, für den geplanten Neubau des Hotelkomplexes am Strand, gibt es bestimmt eine wunderbare neue Straße inklusiv Kanalisation, damit nicht eine Seenplatte entsteht bei Regen, so wie im Schwarzen Weg oder die urlauber durch die lauten Fahrgeräusche auf einer kaputten Straße gestört werden, um den Lärm durch diese nicht zu vergessen.

Ueckermünde ist auf dem bestem Weg zum Usedom am Haff, Urlauber ja, Einheimische gibts hier nicht mehr.

das auch die Urlauber Geld nach Ueckermünde bringen und auch auf kaputte Strassen und Wege fahren müssen wie die Einheimischen.Trotzdem ist Ueckermünde schön.