Trotz wochenlangen Verhandlungen

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Freizeitzentrum-Verkauf scheitert an Kraftsportlern

Für das ehemalige Freizeitzentrum West in Ueckermünde sucht die Stadt weiterhin einen Käufer.
Für das ehemalige Freizeitzentrum West in Ueckermünde sucht die Stadt weiterhin einen Käufer.
Lutz Storbeck

Die Stadt Ueckermünde möchte das Gebäude, in dem das einstige Freizeitzentrum West seinen Sitz hatte, liebend gern verkaufen. Doch ein Sportverein, der das Objekt haben möchte, kommt bei seinen Verhandlungen mit dem letzten Mieter nicht weiter.

Die wochenlangen Verhandlungen haben nichts gebracht: Das Freizeitzentrum West bleibt erst einmal im Besitz der Stadt Ueckermünde. Die Verwaltung möchte das Gebäude immer noch schnellstmöglich loswerden und hatte mit dem Tanzsportverein Be Free bereits einen ernsthaften Interessenten gefunden.

Das Problem ist allerdings der letzte Mieter in dem Haus – die Kraftsportabteilung des SV Einheit Ueckermünde. Die Sportler haben mit der Stadt einen Mietvertrag bis zum Jahr 2024 abgeschlossen und sehen im Moment nicht ein, davon zurückzutreten. Dieser Vertrag garantiert den Einheit-Aktiven nämlich einen angenehmen Mietpreis. Würde Be Free das Objekt privat betreiben und an Einheit Trainingsräume vermieten, wären die städtischen Subventionen dahin. Mögliche Kosten sind bereits durchgerechnet worden. „Diese Miete könnten wir uns nicht mehr leisten. Wir sehen derzeit aber auch gar nicht ein, die Räume aufzugeben. Das tut uns leid, der Mietvertrag existiert nun einmal“, sagt der Vorsitzende des SV Einheit, Klaus-Dieter Salow.

Tanzsportverein will kaufen - aber nur ohne Kraftsportler

Im Ueckermünder Rathaus ist man über die Situation nicht erfreut, räumt aber auch eigene Fehler ein. „Das muss man zugeben – es ist ein unglücklicher Mietvertrag“, sagt Vizebürgermeister Jürgen Kliewe. Ändern lasse sich dies jetzt aber nicht.

Be Free habe weiterhin großes Interesse, das Haus zu erwerben. Doch nur, wenn die Kraftsportler ganz raus gehen, sagt Kliewe. Für die Stadt Ueckermünde hat der Verkauf des Ex-Freizeitzentrums hohe Priorität. Denn im Moment zahlt die Stadt erhebliche Betriebskosten für ein fast leerstehendes Gebäude.