Auch Kinder aus der Ukraine, die vor dem Krieg in ihrer Heimat  nach Deutschland geflohen sind, haben bei der Veranstaltung zu
Auch Kinder aus der Ukraine, die vor dem Krieg in ihrer Heimat nach Deutschland geflohen sind, haben bei der Veranstaltung zum Weltfriedenstag mitgemacht. Dieser Tag hat für Geflohene eine ganz besondere Bedeutung. Lutz Storbeck
Start der Tauben auf dem Torgelower Markt. Taubenzüchter Jörg Rasch hatte etwa 50 Vögel mitgebracht.
Start der Tauben auf dem Torgelower Markt. Taubenzüchter Jörg Rasch hatte etwa 50 Vögel mitgebracht. Lutz Storbeck
Die Mädchen und Jungen auf dem Torgelower Markt bekamen Luftballons mit Friedenstauben drauf.
Die Mädchen und Jungen auf dem Torgelower Markt bekamen Luftballons mit Friedenstauben drauf. Lutz Storbeck
Start der Tauben auf dem Torgelower Markt. Taubenzüchter Jörg Rasch hatte etwa 50 Vögel mitgebracht.
Start der Tauben auf dem Torgelower Markt. Taubenzüchter Jörg Rasch hatte etwa 50 Vögel mitgebracht. Lutz Storbeck
Weltfriedenstag

Friedenstauben steigen in den Torgelower Himmel

Viele Teilnehmer, darunter etliche Mädchen und Jungen aus Torgelower Kitas, haben am Donnerstag auf dem Torgelower Markt den Weltfriedenstag begangen. Auch Kinder aus der Ukraine waren dabei.
Torgelow

100? 150? Oder mehr? Wie viele junge und auch ältere Menschen sich am Donnerstag auf dem Torgelower Markt anlässlich des Weltfriedenstages eingefunden hatten, sei eigentlich nicht der Punkt, hieß es am Rande der Veranstaltung. Wichtig sei, dass die Traditionsveranstaltung stattgefunden hat. Denn Frieden als großes Thema ist angesichts der aktuellen Entwicklungen noch wichtiger geworden. Spätestens seit dem russischen Überfall auf die Ukraine, wie Torgelows Stadtpräsidentin Heike Runge sagte. Dass es in Europa einen Krieg geben könnte wie diesen, das sei lange Zeit nicht vorstellbar gewesen – und die Realität zeige, was so eine kriegerische Auseinandersetzung mit sich bringe. Leid, Elend, Tote, Verwundete und viele Flüchtlinge. „Es sollte selbstverständlich sein, dass wir die Flüchtlinge begrüßen, ihnen helfen, ihnen ein Obdach geben“, betonte die Stadtpräsidentin.

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Kinder haben gesehen, was Bomben anrichten

Die Menschen auf dem Marktplatz hörten aufmerksam zu. Einige von ihnen kennen den Krieg und dessen Folgen nur aus den Geschichtsbüchern. Einige der älteren Teilnehmer aber haben das Kriegsgrauen noch selbst miterleben müssen. Und die vielen Kinder, die beim Fest mit dabei waren? Für eine Gruppe von ihnen ist der Krieg durchaus etwas Reales – für die ukrainischen Mädchen und Jungen, die fliehen mussten und derzeit an der Pestalozzi-Grundschule Deutsch lernen. Einige von ihnen haben gesehen, was Raketen und Bomben anrichten.

Zu einem Friedensfest gehören auch Tauben. Seit acht Jahren bringt Taubenzüchter Jörg Rasch die gefiederten Friedensboten mit, wenn der Weltfriedenstag in Torgelow begangen wird. In diesem Jahr waren es etwa 50 Vögel, die unter anderem von den Kindern aus Torgelower Kitas in den Himmel geschickt worden sind. Begleitet von dem Lied „Kleine weiße Friedenstaube“, das 1949 entstanden ist und dennoch nichts von seiner Aktualität verloren hat.

Die Idee, mit einer Feier in Torgelow an den Weltfriedenstag zu erinnern, stammt von Vize-Stadtpräsidentin Marlies Peeger. Seit 2012 gibt es das Fest, bei dem viele Mitglieder des Linken-Ortsverbandes, aber auch vom Torgelower Maiverein mithelfen.

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