Die Friedländer Große Wiese ist eine landschaftliche Besonderheit in Vorpommern.
Die Friedländer Große Wiese ist eine landschaftliche Besonderheit in Vorpommern. NK-Archiv
Runder Tisch

▶ Friedländer Große Wiese ist Thema für Umweltminister Backhaus

Ein Runder Tisch soll am Mittwoch ausloten, wie es mit dem berühmten Niedermoorgebiet weitergehen soll. Seine Trocklegung war einst der Stolz einer ganzen Region.
dpa
Ueckermünde

Fast 60 Jahre nach der Entwässerung soll die „Friedländer Große Wiese“ klimafreundlicher und nachhaltiger genutzt werden. Ein Konzept für das rund 10 000 Hektar große Niedermoorgebiet will Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Mittwoch (10.00 Uhr) mit allen Seiten in Ueckermünde beraten.

Das Moor ist angeblich besonders klimaschädlich

Die Wiesenlandschaft war zu DDR-Zeiten von 1958 bis 1962 von FDJ-Brigaden als sozialistisches Vorzeigeprojekt durch Grabensysteme entwässert worden. Seitdem wird das Gros der Wiesen und Äcker besonders intensiv landwirtschaftlich genutzt, vor allem für einen der größten deutschen Rinderhalter in Ferdinandshof.

Durch Entwässerung und die vergangenen sehr trockenen Jahre fehlt dem ehemaligen Torfboden viel Wasser, wie das Ministerium mitteilte. Dadurch werde durch die Zersetzung von Pflanzenmasse besonders viel klimaschädliches Kohlendioxid frei. So sei das Moor an einigen Stellen bereits bis zu 2,5 Meter abgesackt. Mit dem „Runden Tisch“ in Ueckermünde soll ein Konzept entwickelt werden, damit das Areal zu einem Pilotprojekt für schonende und klimafreundliche Bewirtschaftung von Niedermoorstandorten werden könnte.

+++ Video: Rund 100 Störche auf einmal - in der Friedländer Großen Wiese +++

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