FÖRDERUNG IM LÄNDLICHEN RAUM

Gemeinden haben Chance auf neue Spielplätze

Für neue Spielgeräte oder sogar ganze Spielplätze können die Gemeinden auf die Unterstützung des Landes hoffen. Während Hintersee und Altwarp dieses Glück bereits hatten, werden andere Gemeinden zur nächsten Runde aufgerufen.
Der neue Spielplatz in Hintersee kann sich sehen lassen. Dank einer Förderung des Landes war die Finanzierung möglic
Der neue Spielplatz in Hintersee kann sich sehen lassen. Dank einer Förderung des Landes war die Finanzierung möglich. Christian Johner
Hintersee.

Ganz schön einsam ist es zurzeit auf den Spielplätzen in der Haff-Region. Wo sich normalerweise die Kinder mächtig austoben würden, sind die Plätze in Zeiten des Corona-Virus verwaist und abgesperrt. Dabei dürften vor allem die jungen Familien und Kids in Hintersee und Altwarp mit Spannung auf das Ende der Einschränkungen im öffentlichen Leben warten.

Gemeindearbeiter bauen Pyramide auf

In Hintersee ist in den vergangenen Wochen in unmittelbarer Nähe zur Johanniskirche ein neuer Spielplatz errichtet worden – und damit auch der erste öffentliche Spielplatz überhaupt im Dorf. 20.000 Euro kostete dabei der Spielplatz an sich, allerdings musste die Gemeinde nur 2000 Euro stemmen. Die Hinterseer profitierten nämlich von einer Richtlinie für die Förderung von Kinderspielplätzen im ländlichen Raum, der Spielplatzförderrichtlinie des Landes. Die Hinterseer erhielten dabei die maximal mögliche Zuwendung in Höhe von 90 Prozent und damit 18.000 Euro.

Aus dem gleichen Fördertopf hat auch die Gemeinde Altwarp Geld erhalten. Der Spielplatz am Strand wird mit einer Kletterpyramide aufgewertet. „Das Fundament ist gesetzt. Wir warten jetzt noch auf Spielsand, um dann das Gerät aufstellen zu können“, sagt Altwarps Bürgermeisterin, Inge Bocklage. Im Gegensatz zum Spielplatz in Hintersee wurde keine Firma beauftragt, sondern die Gemeindearbeiter selbst kümmern sich um den Aufbau der Kletterpyramide. „Ich schätze, dass wir Ende April fertig sein werden“, betont Inge Bocklage. Die Kosten für das Spielgerät belaufen sich auf 2000 Euro, wobei die Förderung auch hier 90 Prozent beträgt.

Über 50 Anträge für neue Spielplätze eingegangen

Während Hintersee und Altwarp bei der Antragsrunde im vergangenen Jahr einen Zuschlag auf Förderung erhielten, gingen andere Gemeinden, wie zum Beispiel Ahlbeck oder Vogelsang-Warsin, leer aus.

Doch die Hoffnung auf neue Spielplätze oder Spielgeräte ist noch nicht verloren, denn auch in diesem Jahr können die Gemeinden eine Hilfe beantragen, wie der Vorpommern-Staatssekretär und Landtagsabgeordnete, Patrick Dahlemann (SPD), mitteilte. Die Frist läuft am 31. Mai ab. Nach Angaben Patrick Dahlemanns sind bereits mehr als 50 Anträge bei dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) eingegangen. Dazu zählen auch Anträge, die aus der ersten Runde aufrechterhalten wurden.

„Ich werbe dafür, dass sich alle Gemeinden meines Wahlkreises um die Förderung bemühen“, sagt Patrick Dahlemann und fügt hinzu: „Neue Spielplätze und Spielgeräte machen unsere Region wieder ein bisschen lebens- und liebenswerter. Aus persönlichen Gesprächen weiß ich, wie groß der Wunsch vieler Familien ist. Hier entstehen neue Dorfmittelpunkte und das ist wichtig für den Zusammenhalt.“

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