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Gemeinsames Wandern schafft Platz für gute Gedanken

Wolfsbetreuer Frank Jüttner (2.v.l.) vom Bundesforstamt Vorpommern-Strelitz erklärte den Wanderern die Besonderheiten des Isegrimms. Gemeinsam fanden sie sogar Spuren.  FOTO: ZVG

VonKatja Müller1,6 Millionen Menschen sind Mitglied in Deutschlands größtem Sozialverband.Ein Teil davon auch in unserem Landkreis.Doch es sind nicht nur ...

VonKatja Müller

1,6 Millionen Menschen sind Mitglied in Deutschlands größtem Sozialverband.
Ein Teil davon auch in unserem Landkreis.
Doch es sind nicht nur Kriegsgeschädigte und ältere Menschen, die dort Hilfe bekommen. Manchmal gehen Jung und Alt auch zusammen wandern, so
wie jetzt in Hintersee.

Hintersee.Ein Wolfswanderung im Regen, es gibt sicher gemütlichere Wochenendbeschäftigung, mögen die meisten jetzt denken. Doch die 30Mitglieder des VdK Sozialverbandes des Landkreises haben genau das genossen. „Ich hatte mich für eine Wolfswanderung entschieden, weil der Wolf mit Märchen zu tun hat. Und Märchen verbinden nun einmal Generationen“, erklärt Kristina Reichert, Vorsitzende des VdK-Kreisverband Vorpommern-Greifswald. Und dass sie damit nicht falsch lag, bewiesen die schnellen Anmeldungen. Aus Greifswald, Torgelow, Ueckermünde, Neubrandenburg und Pasewalk waren die Mitglieder nach Hintersee gekommen. Im Vordergrund stand bei allen die Gemeinsamkeit.
„Wir sind kein Seniorenclub, wo es nur um Alterskrankheiten oder alte Kriegswunden geht“, betonte die Vorsitzende. Ihre jüngsten Mitglieder sind fünf Monate alt. Der Sozialverband berät Rentner, Menschen mit Behinderung, chronisch Kranke, Pflegebedürftige und deren Angehörige, Familien, ältere Arbeitnehmer und Arbeitslose, aber auch junge Menschen. Oft sind es Fragen bei Anträgen, die der Verband beantworten kann. Aber noch viel öfter sind es Streitfälle, die vor Gericht landen. „Wir treten immer dann ins Licht, wenn Menschen mit ihrem Alltag nicht zurechtkommen“, sagt Hans-Jürgen Graf, Vorsitzender des Greifswalder Ortsverbandes. Und neuerdings hat Graf, der auch als Stellvertreter der Kreisvorsitzenden einen großen Überblick hat, auch wieder Kriegsverletzungen und -schäden auf dem Tisch. „Die Kriege haben nie wirklich aufgehört, und immer noch verrichten Soldaten ihren Dienst an der Waffe. Und wenn dann etwas passiert, der Staat oder die Versicherung irgendwann nicht mehr zahlen will, dann sind wir gefragt, erklärt Graf die neuesten Entwicklungen.
Doch mit so schweren Alltagssorgen musste sich am Wochenende niemand beschäftigen. „Wir wollen unseren Mitgliedern auch Abwechslung zum Alltag bieten, da ist so ein Spaziergang im Wald super, da ist Ruhe und man lernt auch noch dazu“, sagt Kristina Reichert und verweist auf die interessanten Erklärungen von Wolfsbetreuer Frank Jüttner vom Bundesforstamt Vorpommern-Strelitz.