Staatsanwaltschaft
Genaue Ursache für Leonies Tod weiter unklar

Leonie war am 12. Januar in einer Wohnung in Torgelow gefunden worden. 
Leonie war am 12. Januar in einer Wohnung in Torgelow gefunden worden.
Tilo Wallrodt

Einen Monat ist der Tod der kleinen Leonie aus Torgelow jetzt her. Und noch immer ist nicht klar, woran genau das Mädchen starb. Die Ermittlungen dauern an.

Einen Monat nach dem gewaltsamen Tod der kleinen Leonie in Torgelow dauern die Ermittlungen weiter an. So ist die genaue Todesursache der Sechsjährigen noch unklar, weitere Vernehmungen laufen, wie eine Sprecherin der Neubrandenburger Staatsanwaltschaft am Montag erklärte. Einzelheiten könnten aber nicht mitgeteilt werden. Das Kind war am 12. Januar tot in der Wohnung der Familie in Torgelow gefunden worden. Ermittelt wird gegen den 27-jährigen Stiefvater wegen Verdachts des „Mordes durch Unterlassen”.

Ermittler vermuten, dass das Kind so misshandelt wurde, dass es an den Verletzungen starb und keiner rechtzeitig Hilfe holte. Der Beschuldigte bestreitet dies. Er habe bisher erklärt, dass das Mädchen eine Treppe hinabgestürzt sei. Dabei soll es sich tödlich verletzt haben, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Auch gegen die Mutter wird ermittelt, weil sie nicht rechtzeitig Hilfe leistete oder holte. Nach Recherchen des Nordkurier wird mittlerweile geprüft geprüft, ob die Nachforschungen der Staatsanwaltschaft sogar in Richtung „Fahrlässige Tötung durch Unterlassen” erweitert werden. Zudem werde – wie immer – auch die Arbeit des Jugendamtes geprüft.

Für Aufsehen sorgte, dass der Verdächtige am 14. Januar bei einer Festnahme fliehen konnte. Er wurde eine Woche später gefasst. Seither sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Das Opfer wurde Anfang Februar unter großer Anteilnahme in Wolgast beigesetzt, wo die Familie vorher lebte.

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