NACH ERNEUTER HAUSDURCHSUCHUNG

Gerd Walther bei den Linken ausgetreten

Nach einem Nordkurier-Interview wurde Walther als Ueckermünder Bürgermeister suspendiert. Jetzt ist er auch nicht mehr bei den Linken.
dpa
Gerd Walther ist bei den Linken ausgetreten.
Gerd Walther ist bei den Linken ausgetreten. Archiv
Ueckermünde.

Der wegen Drogenvorwürfen suspendierte Bürgermeister von Ueckermünde (Landkreis Vorpommern-Greifswald), Gerd Walther, ist offenbar aus seiner Partei Die Linke ausgetreten. „Der Parteiaustritt von Gerd Walther trifft uns überraschend. Wir bedauern, aber akzeptieren seine Entscheidung und wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute“, teilten die Parteivorsitzenden Wenke Brüdgam und Torsten Koplin am Freitag mit. Man bleibe sich weiterhin menschlich verbunden. Von Walthers Anwalt war zunächst keine Bestätigung zu bekommen.

Am Donnerstagabend hatte es bei Gerd Walther eine Hausdurchsuchung gegeben. Nach einem Hinweis, dass Walther erneut gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen haben könnte, hatten Polizeibeamte das Haus Walthers in Vogelsang-Warsin sowie die Nebengebäude und das Auto durchsucht. Das teilte die zuständige Staatsanwaltschaft Neubrandenburg mit. Der eingesetzte Drogensuchhund sei fündig geworden. Sichergestellt worden sei dabei ein "geringe Menge einer weißen Substanz", informierte die Staatsanwaltschaft. Die Substanz ist zur Analyse an das Landeskriminalamt weitergeleitet worden.

Positiver Drogentest bei Verkehrskontrolle

Walther hatte im März in einem Interview mit dem „Nordkurier“ Drogenprobleme zugegeben und persönliche Probleme als Grund genannt. Er war daraufhin von der Stadtvertreterversammlung suspendiert worden. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn.

Im Mai wurde zudem Walthers Fahrerlaubnis eingezogen, nachdem ein Drogenschnelltest bei einer Verkehrskontrolle positiv ausgefallen war. Der Landkreis hatte Walther aufgefordert, sich bis zum 24. Mai einer amtsärztlichen Untersuchung zu unterziehen.

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