VERZICHTET AUF KLAGE

Gerd Walther ist nicht mehr Bürgermeister von Ueckermünde

Gerd Walther, seit März 2018 als Bürgermeister des Seebades suspendiert, ist nun im Ruhestand. Über den Termin für die Neuwahl des Stadtoberhauptes beraten die Stadtvertreter am 31. Januar während einer Sondersitzung.
Lutz Storbeck Lutz Storbeck
Gerd Walther ist nicht mehr Bürgermeister von Ueckermünde.
Gerd Walther ist nicht mehr Bürgermeister von Ueckermünde. Christian Johner
Ueckermünde.

Gerd Walther ist offiziell nicht mehr Bürgermeister von Ueckermünde. Das hat Jürgen Kliewe, amtierender Bürgermeister der Haffstadt, am Rande des gemeinsamen Neujahrsempfangs von Stadt und Gewerbeverein öffentlich bekannt gegeben. „Die Ära Walther ist beendet, er ist Ruhestandsbeamter”, sagte Kliewe.

Innerhalb von fünf Monaten muss das Seebad Ueckermünde nun einen neuen Bürgermeister wählen. Zu dem Thema wird es am 31. Januar eine Sondersitzung der Stadtvertretung geben, auf dem über den Wahltermin beraten und abgestimmt werden muss. Der neue Rathauschef könnte am Tag der Kommunalwahl, also am 26. Mai 2019, gekürt werden.

Wer stellt sich der Bürgermeister-Wahl?

Kandidaten für das Amt stehen derzeit offiziell noch nicht fest. Als Anwärter gehandelt wird jedoch Jürgen Kliewe. Der derzeitige 1. Vize-Bürgermeister von Ueckermünde hat gemeinsam mit Joachim Trikojat, dem zweiten Bürgermeister-Stellvertreter, seit dem Frühjahr 2018 die Amtsgeschäfte im Rathaus geführt. „Und damit das kommunalpolitisch wohl schwerste Jahr für Ueckermünde seit der Wende gestaltet”, sagt Patrick Dahlemann, Parlamentarischer Staatssekretär, während seines Grußwortes beim Neujahrsempfang. Er könne sich vorstellen, dass einer der beiden Bürgermeister-Stellvertreter die Verantwortung übernimmt und sich der Wahl zum Rathauschef stellen wird. „Wenn das so ist, dann findet das meine Unterstützung”, so Dahlemann.

Gerd Walther war nach verschiedenen Eskapaden seit März 2018 supendiert. Unter anderem hatte er in einem Nordkurier-Interview zugegeben, Drogen konsumiert zu haben. Anfang Dezember 2018 hatte eine fraktionsübergreifende Mehrheit der Ueckermünder Stadtvertreter Walthers Widerspruch gegen dessen „Zur-Ruhe-Setzung aus gesundheitlichen Gründen” abgewiesen. Um wieder auf seinen Posten zu gelangen, hätte Walther vor das Verwaltungsgericht gehen müssen. Ein jahrelanger und kostspieliger Rechtsstreit wäre dann womöglich gefolgt, dessen Ausgang aber völlig offen gewesen wäre. Auf diesen juristischen Weg hat Walther offenbar verzichet – eine diesbezügliche Frist hat er verstreichen lassen, hieß es.

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