NACH DROGENBEICHTE

Gerd Walther kandidiert wieder als Bürgermeister

Ueckermündes Ex-Bürgermeister Gerd Walther, der unter anderem wegen einer Drogenbeichte auffällig wurde, musste nur noch eine Hürde nehmen, um in Vogelsang-Warsin erneut als Bürgermeister zu kandidieren.
Christian Johner Christian Johner
Gerd Walther
Gerd Walther
Uecker-Randow.

Gerd Walther (parteilos) wird wieder für einen Bürgermeister-Posten kandidieren. Ueckermündes Ex-Bürgermeister will es noch einmal in seiner Gemeinde Vogelsang-Warsin wissen. Der Wahlausschuss gab dafür nun sein Okay.

Walther ist Anfang 2018 im Nordkurier mit einer Drogenbeichte an die Öffentlichkeit gegangen. Der Ex-Linken-Politiker, der früher dem Landtag angehörte, war seit März 2018 suspendiert. Der 49-Jährige hatte seinen Drogenkonsum mit persönlichen Problemen begründet. Ein amtsärztlicher Test konnte nach Ansicht der Stadtvertreter die Gesundheitsbedenken nicht ausräumen. Ende 2018 wurde er von der Ueckermünder Stadtvertretung von seinen Aufgaben enthoben.

Polizeiliches Führungszeugnis

Walther war bereits Bürgermeister von Vogelsang-Warsin, ehe er zum Stadtoberhaupt von Ueckermünde gewählt wurde. Jetzt tritt er gegen den amtierenden Bürgermeister Ingo Grönow (Wählergemeinschaft Vogelsang-Warsin) an.

Auf der ersten Sitzung des Wahlausschusses vor gut einer Woche konnte Walther noch nicht zugelassen werden, weil sein polizeiliches Führungszeugnis fehlte. Mittlerweile ist dieses jedoch im Amt eingegangen. „Das Führungszeugnis beinhaltet keine Eintragung”, sagte die zuständige Wahlleiterin Cornelia Preußer. Auch sonst gebe es keinen Grund, Gerd Walther von der Wahl auszuschließen, so Preußer.

Walther kandidiert nicht nur für den Bürgermeisterposten in Vogelsang-Warsin, sondern auch für einen Sitz in der Gemeindevertretung. Dafür war die Vorlage des Führungszeugnisses allerdings nicht notwendig.

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