Dörthe Budde hat sich mit einem Laden in der Ueckerstraße selbstständig gemacht. Dort verkauft sie Schreibware
Dörthe Budde hat sich mit einem Laden in der Ueckerstraße selbstständig gemacht. Dort verkauft sie Schreibwaren, Schulbedarf, Kinder- und Damenmode. Sie meint: Die Stadt könnte mehr für eine attraktive Innenstadt tun. Simone Weirauch
Die Ueckermünder Altstadt muss attraktiver werden, meinen Geschäftsinhaber.
Die Ueckermünder Altstadt muss attraktiver werden, meinen Geschäftsinhaber. Simone Weirauch
Ladensterben

Geschäftsfrau beklagt, dass Altstadt immer unattraktiver wird

Das Ladensterben in Ueckermünde beschäftigt die Innenstadthändler. Dörthe und André Budde verweisen auch auf hausgemachte Probleme.
Ueckermünde

Die gedrückte Stimmung wegen des Ladensterbens in der Ueckermünder Altstadtam Haff im Landkreis Vorpommern-Greifswald spüren auch Dörthe und André Budde. Dörthe Budde hat im Frühjahr 2022 in der Ueckerstraße 95 einen eigenen Laden eröffnet, in den sie das Sortiment aus dem Geschäft ihrer Eltern (Schreib- und Lederwaren Fetting), das vor einem Jahr geschlossen wurde, übernommen hat. Schreibwaren, Schulbedarf, Kinder- und Damenmode bietet sie an. Die Entwicklung in der Innenstadt, vor allem in der Ueckerstraße mit ihren kleinen, sehr individuellen Ladenlokalen, haben die junge Unternehmerin und ihr Mann ständig im Blick.

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Nicht nur Corona und Onlinehandel als Probleme

Ihrer Meinung nach sind es nicht allein die Auswirkungen der Corona-Zeit, Onlinehandel und schwindende Kaufkraft, die dem Geschäftsleben in der Altstadt zusetzen. Es gebe auch hausgemachte Probleme.

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Parkgebühren nicht förderlich

„In unseren Augen wird die Innenstadt immer unattraktiver, sowohl für die Kunden als auch für die Ladenbetreiber“, sagt André Budde. Die Stadt sollte Ladenbetreibern bei den Gebühren entgegen kommen, die für jeden Aufsteller, für Tisch und Stühle vor den Geschäften, erhoben werden. Auch die Parkgebühren in der Ueckerstraße seien keineswegs förderlich für den Innenstadthandel.

Straßenreinigung mangelhaft?

Außerdem mache die Ueckermünder Innenstadt einen schmutzigen Eindruck, allein schon durch den Hundekot, der überall herumliege. Dass längst nicht jeder vor seiner Tür räumt, habe sich auch jetzt nach dem Schneefall gezeigt.

Öfter Gespräche gewünscht

Solange Ueckermünde es nicht schaffe, seinen wunderschönen Stadthafen ins Innenstadtleben einzubeziehen, werde jede Menge Potenzial verschenkt. „Wir haben unsere Gedanken auch dem Bürgermeister und demCity-Manager mitgeteilt und wünschten uns, dass es zwischen Stadt, Ladenbetreibern, Gewerbeverein und auch Vermietern viel öfter Gespräche gibt und nicht jeder sein eigenes Süppchen kocht“, sagt Dörthe Budde. Das sei in anderen Städten wie beispielsweise in Anklam viel besser. Beide begrüßen in diesem Zusammenhang sehr die Initiative „Uede 2030“ für eine Belebung der Innenstadt.

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