PLÄNE ZUM WINDPARK

Geteiltes Echo auf Pläne der Stadtwerke

Stadtwerke-Chef Dennis Gutgesell will Bedenken der Bürgerinitiative nicht herunterspielen. Er verweist aber darauf, dass man auf das Ergebnis der Prüfungen warten müsse, bei der die Belange der Betroffenen abgewogen werden. Sollte der Windpark kommen, hält er einen Bonus für die Bürger für angebracht.
Dennis Gutgesell (kl. Bild) ist Geschäftsführer der Torgelower Stadtwerke und betont, dass das Unternehmen keinesweg
Die Torgelower Stadtwerke wollen betroffene Bürger an sogenannten Bonuszahlen beteiligen. Fotos: Julian Stratenschulte/Nk-Archiv
Dennis Gutgesell Foto: NK-Archiv
Dennis Gutgesell, der Geschäftsführer der Torgelower Stadtwerke betont, dass das Unternehmen keineswegs Zustimmung zum geplanten Windpark erkaufen will. NK-Archiv
Torgelow.

Dennis Gutgesell, Geschäftsführer der Torgelower Stadtwerke, hat in den vergangenen Tage unterschiedliche Reaktionen auf das geplante Angebot bekommen, dass die Lübser mit einem Strompreis-Bonus rechnen können, wenn der Lübser Gemarkung ein Windpark gebaut und ans Netz angeschlossen wird (der Nordkurier berichtete). „Uns erreichte in den letzten Tagen in Bezug auf den von der Enertrag AG geplanten Windkraftbonus ein geteiltes Echo“, teilt der Geschäftsführer mit. Darunter offenbar auch von Leuten, die so einen Bonus ablehnen. „Gegenüber den kritischen Stimmen möchte ich gern klarstellen, dass es den Stadtwerken Torgelow nicht darum geht, die Zustimmung zum Windpark zu erkaufen“, betont Dennis Gutgesell.

Betreffende Bürger sollen Bonus erhalten

Er wolle auch nicht die Bedenken der Bürgerinitiative „Freie Friedländer Wiese“ herunterspielen. „Im Genehmigungsverfahren müssen alle Belange geprüft, die berechtigten Interessen aller Beteiligten abgewogen und zum Schluss entschieden werden, ob der Windpark bei Lübs gebaut wird“, sagt der Geschäftsführer. Für ihn läuft dieses Prüfungsverfahren also ergebnisoffen. Insofern könne man auf den Ausgang gespannt sein.

„Wenn es keine Genehmigung für den Windpark geben sollte, dann wird dies seine Gründe haben“, sagt der Stadtwerkegeschäftsführer. „Wenn der Windpark aber kommt, dann bin ich sehr dafür, dass die Bürger, die in der Nähe wohnen, auch über den geplanten Bonus beteiligt werden“, so Gutgesell. Wie er weiter sagt, sei „ein solcher Bonus auch nicht neu“. Für Mecklenburg-Vorpommern zwar schon, aber nicht im benachbarten Brandenburg. Dort wird der Bonus von der Enertrag AG bereits an betreffende Bürger über die Partnerstadtwerke Schwedt und Prenzlau ausgezahlt.

Ein Modell, dass auch den Torgelower Stadtwerkechef interessiert hat. „Ich habe mich im Vorfeld beim Geschäftsführer der Stadtwerke Prenzlau über die Zusammenarbeit mit der Enertrag AG informiert und dann entschieden, dass die Stadtwerke Torgelow GmbH die Idee der Beteiligung der Bürger über einen Windkraftbonus unterstützt“, erklärt Dennis Gutgesell.

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