Mit der Anlage werden 15.000 Einwohner der Stadt Torgelow versorgt. Die bisher aus sechs Gasspeichern bestehende Anlage der Firma Mele Biogas wird bis Herbst 2023 auf die doppelte Kapazität erweitert.
Mit der Anlage werden 15.000 Einwohner der Stadt Torgelow versorgt. Die bisher aus sechs Gasspeichern bestehende Anlage der Firma Mele Biogas wird bis Herbst 2023 auf die doppelte Kapazität erweitert. Jens Büttner
Energieerzeugung

Große Biogasanlage in Torgelow wird ausgebaut

Eine bereits bestehende Anlage in Torgelow soll erweitert werden. Sie liefert künftig doppelt so viel Energie wie bisher.
dpa
Torgelow

In Torgelow entsteht derzeit eine der größten Biogasanlagen in Mecklenburg-Vorpommern. Die bisher aus sechs Gasspeichern bestehende Anlage der Firma Mele Biogas GmbH (Torgelow) wird bis Herbst 2023 auf die doppelte Kapazität erweitert, wie eine Sprecherin des Landesverbandes für erneuerbare Energie Mecklenburg-Vorpommern am Dienstag sagte. Der Verband hatte zu einer Besichtigung des Bioenergiezentrums in Torgelow eingeladen. In der Anlage wird aus Pflanzenresten Biogas erzeugt, das in das Gasnetz der Stadt Torgelow eingespeist werden soll. Geplant ist eine Energiemenge von mehr als 100 Millionen Kilowattstunden pro Jahr.

Mehr zum Thema: Torgelower Unternehmen planen millionenschwere Biogasanlage

Mele hatte den ersten Teil der Anlage bereits 2018 in Betrieb genommen. Damals waren 16,5 Millionen Euro investiert worden. Die bisherige Biogasanlage erzeugt Energie, mit der rund 15.000 Einwohner versorgt werden können.

Zwei Anlagen haben höhere Leistung

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es unter anderem in Penkun und Güstrow zwei weitere Biogasanlagen, die eine noch höhere Leistung haben. Eine davon speist Strom ins Energienetz ein, die andere ebenfalls Gas.

Mele hat rund 500 Mitarbeiter und gilt als einer der führenden Biogasanlagenbauer im Nordosten. Die Firma hatte Ende 2021 eine erste Biogasanlage, in der tonnenweise Rindergülle verarbeitet wird, in Dubai gebaut und in Betrieb genommen. Der Bau war vom Bund unterstützt worden. Sie hat eine Leistung von 1,3 Megawatt, die Abwärme wird zur Dampferzeugung sowie Düngerherstellung genutzt.

zur Homepage