SPENDENAKTION

Große Hilfsbereitschaft für die Brandopfer in Ueckermünde

Nach dem Wohnblockbrand in Ueckermünde ist die Hilfsbereitschaft unter den Einwohnern riesig. Unzählige Sachspenden wurden bereits gesammelt. Viele Brandopfer konnten kaum etwas retten.
Fabian Beyer Fabian Beyer
Stefan Kusch freute sich über die Hilfe, war aber auch darauf angewiesen. Nach dem Brand ist von seinem Hab und Gut nicht meh
Stefan Kusch freute sich über die Hilfe, war aber auch darauf angewiesen. Nach dem Brand ist von seinem Hab und Gut nicht mehr viel übrig. Fabian Beyer
Für Reinhard Kalinowski war es eine Selbstverständlichkeit zu helfen.
Für Reinhard Kalinowski war es eine Selbstverständlichkeit zu helfen. Fabian Beyer
Unzählige Gegenstände wurden vorbeigebracht, um den Opfern des Brandes zu helfen. Fotos: Fabian Beyer
Unzählige Gegenstände wurden vorbeigebracht, um den Opfern des Brandes zu helfen. Fotos: Fabian Beyer Fabian Beyer
Stefan Kusch freute sich über die Hilfe, war aber auch darauf angewiesen. Nach dem Brand ist von seinem Hab und Gut nicht meh
Stefan Kusch freute sich über die Hilfe, war aber auch darauf angewiesen. Nach dem Brand ist von seinem Hab und Gut nicht mehr viel übrig. Foto: Fabian Beyer Fabian Beyer
Viele Helfer kommen freiwillig vorbei, um den Opfern des Brandes zu helfen. Foto: Fabian Beyer
Viele Helfer kommen freiwillig vorbei, um den Opfern des Brandes zu helfen. Foto: Fabian Beyer Fabian Beyer
Unzählige Gegenstände wurden vorbeigebracht, um den Opfern des Brandes zu helfen. Foto: Fabian Beyer
Unzählige Gegenstände wurden vorbeigebracht, um den Opfern des Brandes zu helfen. Foto: Fabian Beyer Fabian Beyer
Ueckermünde.

Für die Betroffenen der Brandkatastrophe in Ueckermünde Ost brechen schwere Zeiten an. Sie wohnen bei Verwandten, Bekannten oder sind in Pflege- und Tageseinrichtungen untergebracht. Einige haben alles verloren, was sie sich jahrelang aufgebaut hatten.

Doch es gibt Hoffnung. Denn in Ueckermünde und aus der Umgebung solidarisieren sich unzählige Leute mit den unglücklichen Mietern des Wohnblocks in der Geschwister-Scholl-Straße. Eine Hilfsaktion wurde am Montag angeschoben – bereits am Dienstag sind die Tische im Getränkemarkt in der Haffpassage mit Spenden voll gestapelt: Kleidung für Mädchen, Jungen, Erwachsene, darunter finden sich Spielsachen, Geschirr, Haushaltsgeräte und Hygieneartikel. Sachen für den täglichen Bedarf. Immer wieder kommen Menschen vorbei und fragen, wo sie anpacken können, was noch gebraucht wird. Ab und an schaut auch ein Betroffener des Brandes vorbei, wuselt sich durch die unzählbaren Sachen, dankbar für die viele Hilfe und Unterstützung.

Carsten Seeger, Ueckermündes SPD-Fraktionschef, freut sich über das positive Echo, das der Hilferuf ausgelöst hat. „Wildfremde Leute stehen nebeneinander und ziehen alle an einem Strang: Das ist super“, lobt der Organisator den Zusammenhalt. Heimat sei eben mehr als ein Gefühl.

Er konnte nur noch seine Papiere retten

Reinhard Kalinowski ist einer der Helfer. Für ihn war es selbstverständlich, sich zu engagieren. Auch er zeigt sich begeistert von den fleißigen Helfern. „Die Leute haben hier moderne und vor allem saubere Dinge vorbeigebracht – keinen Schrott“, sagt der Ueckermünder. Andere Leute kommen aus Pasewalk, Heinrichswalde, Eggesin und Torgelow, um den Opfern des Brandes zu helfen. Ein weiterer Helfer ist Ronny Kusch. Er hat auf Facebook angekündigt, die Mieter zu unterstützen. Am Donnerstag bringt er zwischen 15 und 17 Uhr einen warmen Bohnen-Eintopf und Brötchen in den Getränkemarkt.

„Die ganze Aktion ist richtig klasse“, freut sich Stefan Kusch. Er ist Ronnys Bruder, ein betroffener Mieter und hat sich Kleidung und Hygieneartikel eingepackt. Er wohnte direkt unter dem Dach, konnte nur noch seine Papiere retten. Kleidung und alles weitere seien durchnässt. Er ist also auf die Hilfe angewiesen. „Was hier auf die Beine gestellt wurde, kann man gar nicht fassen.“ Derzeit übernachtet er bei seinem Vater, kann von dort aber auf den verbrannten Wohnblock blicken. Jedes Mal, wenn er auf den Balkon geht, läuft es Stefan Kusch eiskalt den Rücken runter.

Gemeinsam mit Verantwortlichen der Stadt und der Wohnungsgenossenschaft Ueckermünde hat Carsten Seeger die Spendenaktion organisiert. Wochentags soll die Abgabestelle in der Haffpassage zwischen 15 und 18 Uhr besetzt sein. Und es gibt gute Nachrichten: Diese Woche sind die Schichten für die jeweiligen drei Stunden durchgeplant. Zehn bis zwölf Personen helfen freiwillig. Drei bis vier Wochen soll die Abgabestelle geöffnet sein. Dazu braucht es noch weitere Unterstützung. „Helfer kann es nicht genug geben“, sagt Seeger. Nach den bisherigen Erlebnissen scheint es daran keine Zweifel zu geben. Ueckermünde hält zusammen.

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