NACH PLATTENBAU-ABRISS

Grünes Licht für neue Wohnungen in Ueckermünde

Die Nachfrage nach modernen und bezahlbaren Wohnungen in Ueckermünde wächst. Daher hat die kommunale Wohnungsgesellschaft konkrete Pläne für neue Wohnungen in dem Seebad vorgestellt.
Simone Weirauch Simone Weirauch
Die Ueckermünder Wohnungsbaugesellschaft bewirtschaftet rund 1000 Wohnungen im Seebad. Das kommunale Unternehmen investiert nicht nur in Instandsetzung und Modernisierung, sondern auch zunehmend in den Wohnungsneubau.
Die Ueckermünder Wohnungsbaugesellschaft bewirtschaftet rund 1000 Wohnungen im Seebad. Das kommunale Unternehmen investiert nicht nur in Instandsetzung und Modernisierung, sondern auch zunehmend in den Wohnungsneubau. Simone Weirauch/Archiv
Im Oktober vor fünf Jahren ist in der Geschwister-Scholl-Straße ein Plattenbau abgerissen worden. An dieser Stelle wird nun ein neues Wohnhaus gebaut.
Im Oktober vor fünf Jahren ist in der Geschwister-Scholl-Straße ein Plattenbau abgerissen worden. An dieser Stelle wird nun ein neues Wohnhaus gebaut. Simone Weirauch/Archiv
Ueckermünde.

Der Aufsichtsrat der Ueckermünder Wohnungsbaugesellschaft (UWG) hat grünes Licht für den Wirtschaftsplan 2019 gegeben. Sowohl die UWG als auch die vor zehn Jahren ausgegründete Wärmeversorgung und Dienstleistungsgesellschaft UWD wollen im kommenden Jahr Erträge und Umsätze in einer Gesamthöhe von sechs Millionen Euro erwirtschaften und kräftig investieren. Als größter Wohnungsanbieter in Ueckermünde bewirtschaftet die UWG mehr als 1000 Wohnungen und 14 Gewerbeeinheiten in der Altstadt, in Ueckermünde Ost und in Ueckermünde West.

Wohnungsnot wie in vielen größeren Städten ist in Ueckermünde derzeit kein Thema. Doch die Nachfrage nach modernen und bezahlbaren Wohnungen wächst auch im Seebad. Die Stadt befördert den Wohnungsbau auf privaten Flächen, aber auch auf eigenem Grund und Boden. „Die zweite Stadtvilla, die wir auf dem Klockenberg errichtet haben, ist mit der Fertigstellung in diesem Herbst sofort voll vermietet“, sagte UWG-Geschäftsführer Norbert Raulin. Vier Zweiraumwohnungen und drei Dreiraumwohnungen sind dort entstanden, im Erdgeschoss rollstuhlgerecht. Zwei weitere Stadthäuser könnten am Klockenberg noch gebaut werden, stellte Raulin in Aussicht. Doch erst einmal wird in der Geschwister-Scholl-Straße gebaut.

Millionen-Projekt soll Baulücke schließen

Dort, wo im Oktober vor fünf Jahren ein Plattenbau trotz heftiger Mieterproteste abgerissen wurde, soll ein Haus mit zwölf Wohnungen die Baulücke wieder schließen. An diesem Gebäude wird es auch einen Fahrstuhl geben. Die Gesamtkosten gibt Raulin mit 1,2 Millionen Euro an. Eigentlich sollte der Wohnungsbau in der Geschwister-Scholl-Straße schon in diesem Jahr beginnen. Doch das ließ sich finanziell nicht stemmen. Raulin: „Das kommunale Unternehmen muss sich zur Baufinanzierung Kapital auf dem freien Markt suchen, damit können wir keine sozialen Mietwohnungen bauen.“

Er fordert von der Politik eine wirksame Unterstützung für den kommunalen Wohnungsbau, auch im ländlichen Bereich. Im Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) unterstützt Raulin die Forderung nach einer klaren Führung bei der Wohnungspolitik in Land und Bund. Wohnungsgesellschaften haben wirtschaftliche Schwierigkeiten, weil es wegen der geringen Gewinne schwierig ist, Wohnungen auf dem neuesten Stand zu halten oder gar neue zu bauen. Es fehlten bezahlbare Wohnungen für Menschen mit mittleren Einkommen. Für sie müssten rasch Wohnungen geschaffen werden, deren Mieten bei um die acht Euro pro Quadratmeter liegen. Die aktuellen Wohnungsangebote in Ueckermünde Ost für einen durchschnittlichen Quadratmeter-Mietpreis von 6,60 Euro würden kaum nachgefragt.

2019 stehen aber auch umfangreiche Ausgaben für die Instandhaltung und Modernisierung der Wohnungen vor allem in Ueckermünde West an, stellte Raulin in Aussicht. Nach der Heizungsmodernisierung in der Oststadt wird nun auch das Heizhaus in Ueckermünde West erneuert und der Heizhauscontainer in der Liepgartener Straße in die Wohneinheiten integriert.

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