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Ulrike Freundt ist nach vielen Jahren wieder in ihre Heimatstadt Ueckermünde zurückgekehrt und will jetzt für mehr Leben in der Altstadt sorgen. Simone Weirauch
Zurück in der Heimat

Heimkehrerin managt jetzt die Ueckermünder City

Mit guten Erinnerungen an ihre Jugendzeit in Ueckermünde kehrte Ulrike Freundt in ihre Heimatstadt zurück. Jetzt will sie dafür sorgen, dass die City auch heute für junge Leute attraktiv ist.
Ueckermünde

Zurück zu den Wurzeln – wie gut sich das anfühlt! Irgendwann im Leben kann das wohl jeder mal von sich sagen. Ulrike Freundt ist zwar noch keine 40 Jahre jung, aber sie weiß inzwischen, dass es in der Heimat am schönsten ist. Nach 19 Jahren „in der Fremde“ lebt sie seit dem Sommer wieder im Seebad, hat sich privat und beruflich neu orientiert. Mit ihren beiden Kindern beschert sie Ueckermünde darüber hinaus auch noch ganz jungen Nachwuchs. „Als ich kurz nach meiner Heimkehr las, dass die Stadt eine City-Managerin sucht, da wusste ich sofort, dass das meine neue Aufgabe sein könnte, und ich habe mich beworben“, sagt Ulrike Freundt. Inzwischen kann sie gut gelaunt verkünden, dass sie als neue City-Managerin für ein geschäftiges Treiben in der lauschigen Ueckermünder Innenstadt im Einsatz ist.

Wie andere Kleinstädte in Mecklenburg-Vorpommern auch erhält Ueckermünde Fördermittel aus dem Landesprogramm zur Vitalisierung der Innenstädte und kann damit zwei Jahre lang ein City-Management finanzieren. Das Projektbudget umfasst 70.000 Euro.

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Vor allem die Jungen sollen einen Platz in der Innenstadt haben

Ulrike Freundt bringt für diese Aufgabe nicht nur viele Ideen, sondern auch profundes Wissen und Erfahrungen mit. Nach ihrem Abitur am Greifengymnasium ging sie in Oldenburg als Verlagskauffrau in die Lehre. Später studierte sie in Oldenburg und Hildesheim, zeitweise arbeitete sie in Hamburg und in Brandenburg. Eine besonders anstrengende und lehrreiche Zeit erlebte Ulrike Freundt beim Aufbau eines Logistikzentrums in Brieselang. „Aber mit Ueckermünde blieb ich immer verbunden, meine Eltern leben noch hier, und ich bin oft mit Freunden hier zu Besuch gewesen“, erzählt die junge Frau und ergänzt lachend: „Jeder, den ich hierher mitbrachte, war begeistert von Ueckermünde und der Altstadt.“

Auch sie selbst verbindet nur schöne Erinnerungen an ihre Kinder- und Jugendzeit hier. Genau dieses Gefühl sollten auch heute die Kinder und Jugendlichen haben. „Auch wenn viele erst mal in die große weite Welt hinaus wollen, so soll es sie doch irgendwann wieder zurück in die Heimat ziehen“, wünscht sich Ulrike Freundt. Darum ist es ihr wichtig, dass vor allem die jungen Ueckermünder einen Platz in der Innenstadt haben, das steht ganz oben auf ihrer Agenda.

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Freut sich über große Aufgeschlossenheit und Neugier

Ansonsten hat sie die ersten Wochen als City-Managerin genutzt, um ins Gespräch zu kommen. „Große Aufgeschlossenheit, Neugier und Interesse habe ich vorgefunden, und es gibt ja auch schon gute Ideen“, bestätigt Ulrike Freundt nach Gesprächen mit Händlern und Gastronomen, Vertretern des Gewerbevereins und der IG Uede 2030. Weitere Verbündete will sie jetzt in der Kreismusikschule und den Ueckermünder Schulen gewinnen. Als erstes konkretes Angebot will die neue City-Managerin Ende März einen begleiteten Stadtrundgang samt Workshop initiieren, um einzelne Bereiche der Altstadt zu erkunden und herauszufinden, wie dort die Lebensqualität gesteigert werden kann. „Die dunklen Monate sind hier die Herausforderung, mal schauen, wie wir mehr Licht in die Stadt bringen.“

Am Montag stellt sich die City-Managerin im Fachausschuss Bau, Ordnung und Sicherheit vor. „Allein kann ich hier gar nichts ausrichten, da müssen schon viele Ueckermünder mitmachen“, weiß Ulrike Freundt. Sie wiederum hilft den Akteuren, gute Ideen zu verwirklichen.

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