GESCHICHTEN AUS DEM TIERHEIM

Herbes Schicksal kriegt tapfere Mischlingshündin nicht klein

Kaum wiederzuerkennen ist die kleine Mischlingshündin mit dem goldbraunen Fell. Als sie Anfang des Jahres ins Tierheim kam, sah es nicht gut aus für sie. Nun ist sie nach liebevoller Pflege trotz ihres Alters glücklich und zufrieden. Man meint, sie lächeln sehen zu können.
Tina ist eine zurückhaltende, aber sehr freundliche Mix-Hündin, der man heute ihr schweres Schicksal gar nicht mehr
Tina ist eine zurückhaltende, aber sehr freundliche Mix-Hündin, der man heute ihr schweres Schicksal gar nicht mehr ansieht. Lutz Storbeck
Ueckermünde.

Manche halten das für Spinnerei. Aber es stimmt: Ein Hund kann lachen – oder wenigstens freundlich-lächelnd in die Welt schauen. Tina, die mittelgroße Mischlingshündin, überzeugt jeden Zweifler. Dass sie wieder lachen kann, ist schon fast so etwas wie ein Wunder. Immerhin wurde das Tier vor etwa einem dreiviertel Jahr am Rand von Pasewalk gefunden. Da sah es gar nicht gut aus mit der Hündin. „Sie war ganz schwer von Räude gezeichnet“, sagt Tierheimleiterin Sabine Schultz. Und auch sonst war es mit der Gesundheit des Vierbeiners schlecht bestellt.

Es war nicht klar, ob sie durchkommen würde

Deutliches Zeichen war das geringe Gewicht. „Sie wog damals neun Kilo – 15 Kilo sind normal“, beschreibt die Tierheimchefin. Sie war anfangs, als die Hundedame zu ihr gebracht wurde, mehr als skeptisch. „Ob sie durchkommt, daran hatten wir Zweifel“, gibt Sabine Schultz zu. Doch offenbar verstehen die Tierärzte, denen der Fundhund vorgestellt wurde, etwas von ihrem Fach. Dank der ärztlichen Hilfe und der professionell-freundlichen Betreuung im Tierheim konnte Tina wieder aufblühen. Wer sie heute sieht, der muss einfach das Lächeln auf dem Gesicht des äußerst freundlichen Tieres bemerken.

Beim Spaziegang ist sie wie eine junge Hündin

Bemerkenswert ist auch, dass die Hündin zwar schon etwa 14 Sommer gesehen hat, aber beim Spazieren noch immer das Tempo vorgibt. Beinahe so, wie es ein junges Tier tun würde. Die Mix-Hündin wirkt zufrieden und ausgeglichen. Auch, wenn sie, was auf den ersten Blick nicht erkennbar ist, taub ist und noch dazu einen riesigen Tumor am Gesäuge hat. „Das mit dem Hören ist relativ, Tina bekommt sehr schnell alles mit, man kann durchaus mit ihr kommunizieren“, hat die Tierheimleiterin beobachtet. Ob die Hündin wegen des Tumors Schmerzen hat? „Das kann ich natürlich nicht sagen. Aber es sieht so aus, als ob sie keine hat“, sagt Sabine Schultz. Eine Operation wäre vielleicht hilfreich. Wegen des Alters aber und möglicher Komplikationen bei der Narkose wolle man das dem Tier aber nicht antun. Sie weiß zwar, dass solche alten und kranken Hunde sehr schwer zu vermitteln sind, sagt Sabine Schultz. Dennoch: Tina hat eine solche Chance verdient. Vor allem auch, weil sie Kinder toll findet.

 

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