Droht eine Sperrung der Bundesstraße 109?
Hitze-Sommer macht Reparaturen an Straßen nötig

Die abgesackte B 109 bei Ferdinandshof wurde mit Warnbaken abgesperrt. In den kommenden 14 Tagen soll der Schaden behoben werden.  
Die abgesackte B 109 bei Ferdinandshof wurde mit Warnbaken abgesperrt. In den kommenden 14 Tagen soll der Schaden behoben werden.
Jörg Foetzke

Der heiße Sommer wirkt auf vorpommerschen Straßen noch nach. In der Nähe von Ferdinandshof ist die B 109 abgesackt, in der L 28 nach Schwichtenberg klaffen große Spalten. Jetzt sollen die Schäden behoben werden.

Die große Sommerhitze schien der Bundesstraße 109 durch Vorpommern wenig anhaben zu können. Doch dann ließ der Herbst schüchtern seine Ankunft durchblicken, und schon sackte der Asphalt ab. Geschehen ist dies auf der B 109 nördlich von Pasewalk, unmittelbar vor der Zarow-Querung.

Zwar umfasst der abgesackte Fahrbahnteil lediglich wenige Quadratmeter und ist mit dem A 20-Loch bei Tribsees schon gar nicht zu vergleichen, doch das Absacken ging schon in einem besorgniserregenden Tempo vor sich. Zuerst war es lediglich eine kleine Delle, die die Benzinkutschen ein wenig durchrüttelten, die dort hinüberfuhren. Innerhalb von nur wenigen Wochen bildete sich ein regelrechter Absatz, der dem rollenden Verkehr schon gefährlich hätte werden können. Das Straßenbauamt Neustrelitz hat reagiert und den abgesackten Bereich vorerst mit Warnbaken abgesperrt. Die Fahrzeuge müssen sich an dieser Stelle mit einer offenen Spur begnügen. Das geht bereits seit Wochen so – offenbar wollte das Straßenbauamt abwarten, wie die Absackung des Asphalts weiter voranschreitet. Doch jetzt hat das Straßenbauamt Neustrelitz die Reparatur in Auftrag gegeben.

Die Aktion ist mit einem Risiko verbunden

In den kommenden 14 Tagen wird eine Straßenbaufirma der Sache auf den Grund gehen. Dabei wird nicht nur der Asphalt geglättet, sondern das Straßenbett bis zum Auslöser der Absackung freigelegt. Was deren Ursache ist, darüber kann Jens Krage, Chef des Neustrelitzer Straßenbauamtes, nur mutmaßen. Er tippt auf eine Baumwurzel, die sich innerhalb eines Fäulnisprozesses zersetzt und nun dem Druck der darüber liegenden Straßenschichten nachgegeben hat.

Doch in der gesamten Aktion liegt ein Risiko. Sollte sich innerhalb des Straßenbettes herausstellen, dass sich der Schaden nicht nur auf die südliche Fahrbahn begrenzt, müssen Autofahrer mit einer tageweisen Vollsperrung der B 109 rechnen.

Straßenschäden hat der Sommer auch auf der Landesstraße 28 zwischen Ferdinandshof und Schwichtenberg angerichtet. Das Asphaltband weist zahlreiche Risse auf, denn die Torfschicht, auf der die Straße ruht, hat in der Hitzeperiode viel Wasser und damit auch Volumen verloren. Infolgedessen kam es im Asphalt zu Spannungen, die die Risse hervorriefen. Auch diese sollen in den kommenden Wochen beseitigt werden.