ABSTURZ ÜBER STETTINER HAFF

Pilot aus Flugzeug-Wrack tot geborgen

Der über dem Haff abgestürzte Sportpilot ist tot. Der 58-jährige Heringsdorfer wurde am späten Sonntagabend aus dem zerstörten Flugzeug geborgen. 24 Stunden hatte die Seenotrettung nach dem Mann gesucht.
Gabriel Kords Gabriel Kords
Seenotkreuzer der DGzRS suchten auf dem Wasser.
Seenotkreuzer der DGzRS suchten auf dem Wasser. Christopher Niemann
Der Bundeswehr-Hubschrauber beim Zwischenstopp am Heringsdorfer Flughafen.
Der Bundeswehr-Hubschrauber beim Zwischenstopp am Heringsdorfer Flughafen. Tilo Wallrodt
Die Feuerwehr Ueckermünde übernahm die Einsatzleitung für den Bereich Uecker-Randow.
Die Feuerwehr Ueckermünde übernahm die Einsatzleitung für den Bereich Uecker-Randow. Christopher Niemann
Auch die Ueckermünder Feuerwehr suchte mit Booten auf dem Stettiner Haff.
Auch die Ueckermünder Feuerwehr suchte mit Booten auf dem Stettiner Haff. Christopher Niemann
Ein Flugzeug wie dieses vom Typ Socara TB-9 ist am Sonnabend verschwunden.
Ein Flugzeug wie dieses vom Typ Socara TB-9 ist am Sonnabend verschwunden. "N141er" via wikimedia commons (gemeinfrei)
Die Maschine war am Sonnabend gegen 19:30 Uhr vom Flughafen Usedom gestartet.
Die Maschine war am Sonnabend gegen 19:30 Uhr vom Flughafen Usedom gestartet. Gabriel Kords / Archiv
Uecker-Randow.

Nach dem Absturz eines Leichtflugzeugs im Stettiner Haff ist der Pilot am Sonntagabend tot geborgen worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurde die Leiche des 58 Jahre alten Mannes im stark zerstörten Wrack des Flugzeugs gefunden. Seine Leichewerde obduziert, um die genaue Todesursache bestimmen zu können, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Ein Großaufgebot von Feuerwehr, Polizei und Seenotrettern hatte das Wrack am Sonntagnachmittag im Stettiner Haff entdeckt. Die einmotorige Propellermaschine vom Typ TB 9 war am Samstagabend in Heringsdorf auf Usedom gestartet und nicht zurückgekehrt. Eigentlich hatte der 58-jährige Pilot, der als erfahren gilt, einen halbstündiger Rundflug geplant. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Tower dann aber keinen Funkkontakt mehr zu der Maschine und konnte sie auch nicht per Radar orten.

Der Flughafen habe daher einen Notruf ausgelöst. Derzeit gehe man von einem Unglücksfall aus, hieß es von der Polizei. Unklar sei, ob der Mann mit seinem Flugzeug an einem unbekannten Ort habe notlanden müssen oder ob er abgestürzt sei.

Schlechte Sicht behinderte Suche

24 Stunden suchten etliche Schiffe und zahlreiche Feuerwehren aus den Gemeinden rings ums das Haff nach der vermissten Maschine. Wegen Dunkelheit und Regen gestaltete sich dies aber zunächst sehr schwierig. Ein Hubschrauber der Seerettung der Bundeswehr war zur Unterstützung angefordert worden und kam aus Helgoland. Die Maschine traf in der Nacht zu Sonntag über dem Haff ein und begann mit Suchflügen. Am Morgen konnte der Helikopter wegen zu schlechter Sicht seine Flüge zunächst nicht fortsetzen. Am Vormittag startete er dann aber wieder nach einem längeren Aufenthalt am Flughafen Heringsdorf.

Gegen 15:55 Uhr fand der Marine-Hubschrauber dann auf seinem letzten Suchflug das Wrack: Es lag im Haff, rund einen Kilometer südlich der Insel Usedom. Nach der Sichtung durch die Soldaten eilte ein Boot der DGzRS zur Fundstelle und bestätigte den Fund. Das Wrack liegt nach ersten Erkenntnissen in einer Tiefe von drei Metern.

Wann das Wrack des Flugzeugs geborgen wird, werde am Montag entschieden, sagte ein Sprecher der Polizei. Anschließend werde die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) den zerstörten Flieger untersuchen.

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