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Im Nu ist das Auto reif für den Schrott

Jana aus Ueckermünde (links) hat sich am Wochenende von ihrem alten Renault 19 verabschiedet. Einmal durfte der schrottreife Wagen nochmal im Mittelpunkt stehen, nämlich bei einer Schau für technische Hilfsleistungen der Ueckermünder Feuerwehr. Die Kameraden haben ihn fachmännisch zerlegt.
Jana aus Ueckermünde (links) hat sich am Wochenende von ihrem alten Renault 19 verabschiedet.
Simone Weirauch

Ein Geburtstagsgeschenk, das bei der Spenderin Tränen auslöst. Eine Ueckermünderin hat ihr Auto der freiwilligen Feuerwehr überreicht. Und die machte bei dem Wagen kurzen Prozess.

Es ruckelt kaum wahrnehmbar und kreischt unhörbar, dann ist die Autotür auch schon abgebaut. Bei der Frontscheibe geht es noch schneller. Ritschratsch macht die Säge, und die Glassplitter rieseln auf den Autositz. Die Kameraden der Ueckermünder Feuerwehr arbeiten mit Hochdruck, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Anders könnten sie mit ihren Spezialspreizern, Schneidern und Sägen keine Metalltüren herausschneiden oder Holme durchtrennen.

Gebannt schauen die vielen Gäste, die zum 135. Feuerwehrgeburtstag gekommen sind, der Vorführung zu. Ein paar Meter weiter fließen wohl auch ein paar unsichtbare Tränen. Jana aus Ueckermünde beobachtet die Aktion vom Tresen des Bierwagens aus. Was da Stück für Stück zerlegt wird, war einmal ihr guter alter Renault 19. Er hat ihr 14 Jahre lang die Treue gehalten. Bis der Wagen schrottreif war.

Doch selbst dann sollte er noch einen guten Zweck erfüllen. Jana hat ihn der Feuerwehr gespendet. Auto-Spenden wie von Jana aus Ueckermünde sind selten, aber die Feuerwehr nimmt sie sehr gern an. Für Übungen und auch für Schauvorführungen. Die Reste der zerlegten Autos werden dann kurz und klein gemacht und auf den Schrott gebracht.