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In Eggesiner Stuben wird‘s ganz ohne Heizöl warm

Zum Tag der offenen Tür werden heute viele Besucher in der Eggesiner Karl-Marx-Straße erwartet. Dort stellt der Eigenbetrieb Wohnungswirtschaft das umgebaute Heizhaus vor. [KT_CREDIT] FOTO: zVG

VonLutz StorbeckWirtschaftlich geheizt haben die Eggesiner schon seit 1997. Da ging das Biomasseheizkraftwerk ans Fernwärmenetz. Zu 80 Prozent wurde Wärme ...

VonLutz Storbeck

Wirtschaftlich geheizt haben die Eggesiner schon seit 1997. Da ging das Biomasseheizkraftwerk ans Fernwärmenetz. Zu 80 Prozent wurde Wärme aus Holzhackschnitzeln erzeugt, nur zu 20 Prozent aus Öl. Nun ist Schluss damit - die Heizanlage ist nicht mehr
zu retten.

Eggesin.Auf die Kosten hat der Eigenbetrieb Wohnungswirtschaft schon immer achten müssen. Drum wurde vor 16 Jahren ein für damalige Verhältnisse modernes Biomasseheizkraftwerk in Betrieb genommen. Das Heizmaterial: vier Fünftel Holzhackschnitzel, ein Fünftel Öl. Gute Mischung also, mit der das Eggesiner Wohnungsunternehmen die Fernwärmepreise für die Mieter vergleichsweise gering und stabil halten konnte. Innerhalb der vergangenen 15 Jahre seien die Wärmepreise lediglich zweimal erhöht worden, teilte das Wohnungsunternehmen mit. Und wer die Preisentwicklung bei Heizöl und -gas verfolgt hat, wird schnell zu dem Schluss kommen: da haben die Eggesiner wirklich vorausschauend investiert.
Doch nun ist Schluss. Denn Experten haben festgestellt, dass der vorhandene Heizkessel nach 15 Jahren betrieb zwar repariert werden könnte. „Aber nicht so, dass es wirtschaftlich vertretbar ist“, hieß es aus dem Rathaus. Zu der Erkenntnis kam man in Eggesin schon im vergangenen Jahr und hat sich Gedanken gemacht, wie die Wärmeversorgung künftig abgesichert werden kann. Die Lösung. Der bestehende 2000-KW-Heizkessel wird ausgebaut und durch zwei kleinere Kessel ersetzt. Einer mit 1600 KW Heizleistung, der andere mit 900 KW. „Damit kann flexibler auf den Wärmebedarf in den Sommer- und Wintermonaten reagiert werden“, hieß es. Und dazu kommt, dass künftig Wärme erzeugt werden kann, ohne kostenintensives Heizöl zu verbrennen. Was haben die Eggesiner davon? Die Mieter in den etwa 1000 kommunalen Wohnungen sowie mehrere öffentliche Gebäude profitieren auch künftig von den vergleichsweise günstigen Heizkosten.
Wie genau das funktioniert und welche Technik in dem umgebauten Heizhaus in der Eggesiner Karl-Marx-Straße 16b installiert worden ist, das können sich die Eggesiner und natürlich auch andere Interessierte anschauen. Denn anlässlich der Einweihung des umgebauten Heizhauses findet heute von 13 bis 16 Uhr ein Tag der offenen Tür auf dem Gelände des Heizhauses statt. Interessierte haben dann die Möglichkeit, sich sowohl die Technik im Heizhaus anzuschauen, sich aber auch über Wohnungsangebote oder die Anmietung von Gästewohnungen zu informieren. Alle Mitarbeiter des Eigenbetriebes stehen den Besuchern für Auskünfte und Wohnungsbesichtigungen zur Verfügung. „Aus diesem Grund bleibt das Büro der Wohnungswirtschaft heute geschlossen“, teilte der Eigenbetrieb mit.