PILGERHOSTEL

In Ferdinandshof sollen schon bald Reisende übernachten

Ein polnischer Investor will in Ferdinandshof einen Schandfleck beseitigen. Sollten die Pläne umgesetzt werden, würde der Tourismus angekurbelt werden.
Schon seit Jahren ist dieses Gebäude in der Ferdinandshofer Bergstraße leer stehend.
Schon seit Jahren ist dieses Gebäude in der Ferdinandshofer Bergstraße leer stehend. Christian Johner
Ferdinandshof ·

Noch ist das einstige Gebäude des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) in der Ferdinandshofer Bergstraße ein echter Schandfleck, doch schon bald könnte sich das ändern. Denn es gibt einen Bebauungsplan, der vorsieht, das auf dem 5900 Quadratmeter großen Grundstück ein Pilgerhostel entsteht. Ein polnischer Investor, der sich der Gemeinde bereits vorgestellt hat und mit dem Namen IBI Immobilien GmbH im Handelsregister eingetragen ist, plant insgesamt mit 80 Betten im ersten und zweiten Obergeschoss des Gebäudes. Zudem sollen Büros für Firmen im dritten Obergeschoss sowie verschiedene kleine Einrichtungen im Erdgeschoss entstehen.

Neben der Rezeption für das Pilgerhostel sind unter anderem eine Bäckerei mit Café, eine Arztpraxis und Büros geplant. Ebenfalls beabsichtigt sind in der Nähe des Gebäudes zwei saisonal aufgebaute Zelte, die als Seminarraum und Kapelle dienen sollen. Außerdem sollen Stellplätze für Autos, Busse sowie Fahrräder und eine Elektroladestation für Autos errichtet werden.

Seit mehr als zehn Jahren steht das Haus leer

Die Gemeinde begrüßt die Pläne des polnischen Investors. Um das Pilgerhostel auf den Weg zu bringen, hat die Ferdinandshofer Gemeindevertretung bereits einen entsprechenden Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans einstimmig durchgewunken.

„Für uns ist das aus mehrerlei Hinsicht eine gute Sache. Der neue Eigentümer hat sich mit der Firma in der Gemeinde angesiedelt. Das hat für uns positive steuerliche Aspekte. Und mit der Sanierung würde ein Schandfleck in der Gemeinde beseitigt werden“, sagt Ferdinandshofs Bürgermeister Gerd Hamm (CDU), nach dessen Angaben Vandalen in den vergangenen Jahren an dem Grundstück zunehmend ihr Unwesen getrieben haben. Seit mehr als zehn Jahren steht das Gebäude leer. Bis dahin wurde es vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) genutzt. „Es gab angeblich größeren Sanierungsbedarf, sodass das StALU die Nutzung aufgegeben hat“, sagt Hamm.

Danach wechselte das Grundstück mehrfach den Eigentümer, eine Nutzung gab es aber nicht. „Wenn das Konzept des neuen Eigentümers umgesetzt wird, kann das nur positiv für die Gemeinde sein. Es würde Ferdinandshof auf jeden Fall attraktiver machen“, sagt Hamm. Nach Angaben des Ferdinandshofer Gemeindeoberhauptes soll das Vorhaben bereits im kommenden Jahr umgesetzt werden. „Wir sind gespannt, was dort dann im nächsten Jahr passiert“, so Gerd Hamm.

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