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Feierlicher Appell

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Jägerbrück wieder überregionaler Truppenübungsplatz

Die Bundeswehr stuft den Truppenübungsplatz Jägerbrück wieder hoch.
Die Bundeswehr stuft den Truppenübungsplatz Jägerbrück wieder hoch.
Lutz Storbeck

Die Bundeswehr baut den Übungsbetrieb in Vorpommern aus: In Jägerbrück sollen auch Nato-Truppen wieder mit scharfen Waffen üben.

Die Bundeswehr hat wegen der veränderten Sicherheitslage einen Militärübungsplatz in Vorpommern wieder zum Truppenübungsplatz hochgestuft. Die Einrichtung in Jägerbrück bei Torgelow wird am Donnerstag per Appell feierlich wieder in Dienst gestellt, wie ein Sprecher des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern ankündigte.

Dies sei bundesweit der einzige Fall, bei dem ein zuletzt zurückgestufter Trainingsplatz wieder aufgewertet wird. Damit dürften auf dem Gelände auch befreundete Nato-Truppen, etwa aus Polen, üben.

Jägerbrück ist seit Jahrzehnten einer der größten Militärübungsplätze im Osten Deutschlands. Das rund 10.000 Hektar große Gelände umfasst noch drei Kasernen, die zur Panzergrenadierbrigade 41 gehören. Zur Reform 2011 war Jägerbrück zum „Standortübungsplatz” reduziert worden. Nur noch heimische Truppen durften hier mit Übungsmunition trainieren. Das hatte 2016 das Bundesverteidigungsministerium wieder rückgängig gemacht. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen reiste dafür persönlich nach Vorpommern. Nun wird auch wieder mit scharfer Munition geübt.

Innenminister Caffier kommt zur Eröffnung

Zum Appell werden Generalleutnant Peter Bohrer aus der Leitung der Streitkräftebasis und Innenminister Lorenz Caffier (CDU) erwartet. Die Streitkräftebasis ist eine eigene Einheit, bereitet Bundeswehreinsätze vor und umfasst rund 28 000 Soldaten.