DROGENRAZZIA

Justiz prüft Haftbefehl gegen mutmaßlichen Dealer aus Ueckermünde

300 Hanfpflanzen, Setzlinge und Waffen fanden Polizisten in der Wohnung eines 43-jährigen Ueckermünders. Jetzt drohen dem Mann juristische Konsequenzen.
dpa
Bereitschaftspolizisten durchsuchten am Dienstag das Gelände in Ueckermünde.
Bereitschaftspolizisten durchsuchten am Dienstag das Gelände in Ueckermünde. Holger Schacht
Ort des Geschehens war ein Brennstoffhandel in der Nähe des Stadthafens.
Ort des Geschehens war ein Brennstoffhandel in der Nähe des Stadthafens. Holger Schacht
Ueckermünde.

Einen Tag nach Durchsuchungen bei einer mutmaßlichen Drogenbande in Ueckermünde und in Berlin prüft die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl gegen einen 43 Jahre alten Ueckermünder. Der Mann wurde in der Kleinstadt festgenommen und gilt als mutmaßlicher Haupttäter, wie eine Polizeisprecherin am Mittwoch sagte.

Über einen Haftantrag wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz werde das zuständige Amtsgericht entscheiden. Die Polizei hatte am Dienstag mit mehr als 70 Beamten insgesamt sechs Objekte an beiden Orten durchsucht.

Unterlagen zur Cannabis-Plantage in Berlin gefunden

Dabei waren die Ermittler auf eine größere überdachte Hanfplantage mit etwa 300 Pflanzen, rund 200 Setzlingen, mehrere Kilogramm bereits getrockneter Blüten und Waffen gestoßen. Ob es sich um Schuss- oder andere Waffen handelte, wurde zunächst mit Rücksicht auf die seit Wochen laufenden Ermittlungen nicht näher erläutert. Die Funde wurden beschlagnahmt, die Auswertung dauert an.

In Berlin wurden Unterlagen über den Umgang mit der Cannabis-Plantage beschlagnahmt. Der Hauptverdächtige soll auch längere Zeit in Berlin gelebt haben. Weitere Angaben zu Komplizen des Mannes und Verbindungen ins Drogenmilieu wurden zunächst nicht gemacht.

Update 19:30 Uhr: Mittlerweile wurde Haftbefehl erlassen.

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