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Umfrage von Bürgerinitiative

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Keine Windräder in geschützter Natur

Passen die Energiegewinnung durch Windräder und der Schutz der Natur zusammen? Viele Bürger bezweifeln das.
Passen die Energiegewinnung durch Windräder und der Schutz der Natur zusammen? Viele Bürger bezweifeln das.
Patrick Pleul

Der Bau neuer Windparks sorgt stets für Diskussionen. Doch wie sehen das eigentlich Touristen, die hier in der Region Erholung suchen? Die Wilhelmsburger Bürgerinitiative hat sich bei Besuchern des Ueckermünder Tierparks umgehört.

Wie stehen eigentlich Auswärtige, Gäste der Uecker-Randow-Region dazu, dass hier Windparks errichtet werden sollen? Die Frage haben sich die Mitglieder der Wilhelmsburger Bürgerinitiative (BI) „Freie Friedländer Wiese“ gestellt, sagt BI-Chefin Thea Funk. Und darum haben die Mitglieder in der vergangenen Woche diese Frage auch gleich an Touristen weitergereicht. „Wir waren am Ueckermünder Tierpark und haben etwa 150 Leute befragt“, sagt Thea Funk. Nicht nur das, 131 davon haben auch Karten unterschrieben, die an den Petitionsausschuss des Landtages gehen werden. Darauf wird gefordert, den Bau von Windparks – zum Beispiel in der Friedländer Großen Wiese – nicht zuzulassen.

Auch Befürworter der Windkraft

Bei der Befragung ist unter anderem herausgekommen, dass zwei Drittel der Besucher wegen der schönen Landschaft in die Region kommen. „Das haben sie ganz ausdrücklich gesagt – und betont, dass sie sich andere Ziele suchen würden, wenn hier lauter Windräder gebaut würden“, sagt Thea Funk.

Interessant sei auch gewesen, dass unter den Befragten auch Befürworter von Energieerzeugung durch Windkraft waren. „Aber das war dann sehr differenziert. Diese Leute haben gesagt: Windkraft ja, aber nicht in Gebieten, wo die Natur geschützt werden soll“, gibt die BI-Chefin ihre Eindrücke wieder. Im Grunde, sagt Thea Funk, deckt sich das mit den Auffassungen in der BI. „Wir sind ja nicht generell gegen die Nutzung von Windkraft, aber eben nicht in geschützten Gebieten, da sollte man die Finger davon lassen“, sagt sie.

Neue Windeignungsgebiete im Herbst ausgewiesen

Urlauber aus Schleswig-Holstein hatten sich begeistert von der Ueckermünder Region gezeigt – eben weil dort nicht alles mit Windrädern vollgepflastert ist – so wie in manchen Gegenden an der Nordsee. Im Zusammenhang damit hatten sich viele der Befragten dafür ausgesprochen, statt der Windenergie private Solaranlagen, beispielsweise auf Einfamilienhäusern, zu fördern.

Die BI-Vorsitzende berichtet zudem, dass kürzlich ein Bauantrag der Windenergiefirma Enertrag beim zuständigen Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern eingegangen ist. „Das hat uns eigentlich überrascht, denn wir sind davon ausgegangen, dass solche Pläne für unsere Region vom Tisch sind“, sagt Thea Funk. Nun warten die Mitglieder der BI auf den September. Dann sollen die neuen Windeignungsgebiete ausgewiesen werden.

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