HAMMER

Knochenfund gibt weiter Rätsel auf

Wem gehört der Knochen, den ein Hund in Hammer an der Uecker ausgebuddelt hatte? Die Ermittler sind offenbar noch keinen Schritt weiter.
Holger Schacht Holger Schacht
Anfang Mai sperrte die Polizei den Fundort des Knochens mit Flatterband ab.
Anfang Mai sperrte die Polizei den Fundort des Knochens mit Flatterband ab. Christopher Niemann
Hammer.

Der mysteriöse Fund eines menschlichen Oberschenkelknochens auf dem Fleischfresserberg in Hammer an der Uecker bleibt weiter rätselhaft. Anfang Mai war der Hund eines Spaziergängers zu der mit Bäumen zugewachsenen Stelle gelaufen und buddelte den Knochen aus. Sein Herrchen rief die Polizei. Jetzt liegt der Knochen in der Rechtsmedizin. Polizeisprecher Andrej Krosse: „Unsere Ermittler warten weiter auf deren Ergebnisse. Zunächst muss festgestellt werden, ob es sich bei der Entdeckung um den Knochen einer Frau oder eines Mannes handelt.“

Ermittlungen wegen Störung der Totenruhe

Ermittelt werde, so Krosse, wegen Störung der Totenruhe. Hammers Bürgermeisterin Petra Mädl (CDU): „Im Jahr 1842 wurde der Großgrundbesitzer Carl Fleischfresser öffentlich zusammen mit seinen beiden Hunden in Hammer beigesetzt. Wo, ist bis heute unklar. Es gab auch damals einen Friedhof. Die Grabstelle aber befindet sich auf seinem ehemaligen Gutsgelände, könnte also seine Gruft sein.“ An der dürfte sich, so die Vermutung der Polizei, ein mutmaßlicher Grabräuber zu schaffen gemacht haben. Polizeisprecher Krosse: „Es besteht der Verdacht, dass dort gegraben und gerüttelt worden ist.“ Mehrere schwere Steine aus der Gruft lagen nach dem Knochenfund neben der Grabstelle. Zudem gab es einen Haufen aus Sand. Wissen von der Gruft konnten nur wenige. Ein Team um Bürgermeisterin Mädl arbeitet gerade an einer Ortschronik. Erst in diesem Zusammenhang war nach der Gruft gesucht worden.

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