Volkstrauertag
Kränze als Mahnung und Gedenken

Wie überall in der Region wurde auch im Seebad Ueckermünde der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht.
Wie überall in der Region wurde auch im Seebad Ueckermünde der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht.
Katja Richter

Deutschlandweit wurden am Sonntag der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht, so auch in vielen Gemeinden der Uecker-Randow Region.

100 Jahre nach dem Ersten und 73 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg wurden am Sonntag zum Volkstrauertag in zahlreichen Orten der Region der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. So wurden beispielsweise in Torgelow, Eggesin, Grambin, Mönkebude und anderen Gemeinden Kränze und Gebinde, die erinnern und für Frieden mahnen sollen, niedergelegt. Im Seebad Ueckermünde fand die Gedenkveranstaltung direkt nach dem Gottesdienst am Mahnmal vor der Kirche statt.

Neben Vertretern der Stadt, der Kirche und der Parteien legten auch Vertreter der Bundeswehr ihre Blumengebinde am Mahnmal nieder. „Auch Ueckermünde ist von beiden Kriegen gezeichnet worden“, erinnerte Jürgen Kliewe, Vize-Bürgermeister des Seebades. So gebe es kaum eine Familie, die keine Angehörigen verloren hätte. Zudem machte Kliewe auf die doppelte Bedeutung des Volkstrauertages aufmerksam, nämlich die Mahnung und das Gedenken.

Kathleen Fleck, CDU-Fraktionsvorsitzende in der Stadtvertretung, ergriff ebenfalls das Wort und mahnte zum Verharren, zum Nachdenken und zum Erinnern –„zum Erinnern an vergangene Kriege mit Millionen von Toten und an Kriegshandlungen, heute so aktuell wie früher. Als Tag zum Nachdenken über uns selbst, aber auch über andere. Über Menschen neben uns, in unserem Land, Europa und der Welt. Und als Tag, an dem wir uns freuen, dass wir in einem Land ohne Krieg leben können“, sagte die Kommunalpolitikerin.