BEWEISMITTEL VERSCHWUNDEN?

Kritik an Polizei-Arbeit nach Schüssen in Eggesin

In Eggesin wurde mit einem Luftgewehr auf mehrere Passanten und einen Hund geschossen. Jetzt hagelt es Kritik an der Arbeit der Polizei. Unter anderem soll ein wichtiges Dokument verschwunden sein.
Die Polizei befragt Anwohner der Eggesiner Lindenstraße, wo in der vergangenen Woche aus einer Wohnung heraus mehrfach auf Passanten geschossen worden ist.
Die Polizei befragt Anwohner der Eggesiner Lindenstraße, wo in der vergangenen Woche aus einer Wohnung heraus mehrfach auf Passanten geschossen worden ist. Christopher Niemann
Eggesin.

Noch stecken die Kriminalisten in den Ermittlungen zum Schusswaffenmissbrauch in Eggesin. Doch ein Eggesiner hat Zweifel daran, dass dabei alles ordnungsgemäß abläuft. Sein Hund ist von einem der Schüsse getroffen worden. Zwar hatte der Hund das Projektil noch vor einer tierärztlichen Untersuchung aus der Wunde gebissen. Doch die Ärztin bestätigte, dass es sich um eine Schussverletzung handelt. Das sei auch in einem Schriftstück fixiert worden.

Beweismittel verschwunden?

„Ich habe dieses Papier bei der Polizei abgegeben – und nun stellt sich heraus, dass es verschwunden ist“, sagt der Eggesiner. Dem widerspricht allerdings Axel Falkenberg, Sprecher der Anklamer Polizeiinspektion. „Das Papier ist wahrscheinlich noch auf dem Weg in die Akte“, sagt er – verschwunden sei es mit Sicherheit nicht.

Die Kritik von Anwohnern, dass die Polizei zu lange gezögert habe, in die Wohnung des mutmaßlichen Luftgewehrschützen zu gehen, kann der Polizeisprecher zwar nachvollziehen. Allerdings verweist er darauf, dass sich die Ordnungshüter strikt ans Gesetz zu halten haben. „Das heißt auch, dass die Polizei nicht einfach so in eine Wohnung gehen kann“, sagt Falkenberg. Was gesetzlich möglich war, sei ausgeschöpft worden.

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