MILCHBAUER

Landwirt will Milchtankstelle erhalten

Jens Frommholz aus dem Schmachtgrund zwischen Eggesin und Torgelow hatte bislang 100 Kühe. Doch damit soll Schluss sein. Künftig will er nur noch zwei, drei Tiere halten, um seine Zapfstelle für frische Rohmilch auch weiterhin betreiben zu können. Wie lange, das allerdings ist ungewiss.
Lutz Storbeck Lutz Storbeck
Axel Brüsch aus Torgelow und Gerhard Behrendt an der Milchtankstelle im Schmachtgrund. Neben der Zapfstelle gibt es auch
Axel Brüsch aus Torgelow und Gerhard Behrendt an der Milchtankstelle im Schmachtgrund. Neben der Zapfstelle gibt es auch einen Automaten, aus dem Kunden sich mit regionalen Produkten – Wurst, Eiern, Käse, Honig – versorgen können. Lutz Storbeck
Bauer Jens Frommholz wird künftig nur noch wenige Kühe halten, um die Milchzapfstelle weiter betreiben zu könne
Bauer Jens Frommholz wird künftig nur noch wenige Kühe halten, um die Milchzapfstelle weiter betreiben zu können. Lutz Storbeck
Bauer Jens Frommholz wird künftig nur noch wenige Kühe halten, um die Milchzapfstelle weiter betreiben zu könne
Bauer Jens Frommholz wird künftig nur noch wenige Kühe halten, um die Milchzapfstelle weiter betreiben zu können. Lutz Storbeck
Den Milchhof Schmachtgrund wird es in Zukunft in der bisherigen Form nicht mehr geben. Landwirt Jens Frommholz konzentriert si
Den Milchhof Schmachtgrund wird es in Zukunft in der bisherigen Form nicht mehr geben. Landwirt Jens Frommholz konzentriert sich künftig auf die Futterproduktion. Lutz Storbeck
Axel Brüsch aus Torgelow kommt regelmäßig zur Milchtankstelle im Schmachtgrund.
Axel Brüsch aus Torgelow kommt regelmäßig zur Milchtankstelle im Schmachtgrund. Lutz Storbeck
Hinweisschild für die Milchkunden.
Hinweisschild für die Milchkunden. Lutz Storbeck
Eggesin.

Da hat sich Bauer Jens Frommholz nicht verschätzt: Das Interesse an echter, unverfälschter, natürlicher Milch ist durchaus da. Manche Kunden, besonders Großstädter, wollen das. Dank einer Milchtankstelle kann der Bauer die Milch seiner Kühe auf kürzestem Weg an Kunden weitergeben.

Frommholz betreibt seinen Hof zwischen Eggesin und Torgelow, im so genannten Schmachtgrund. Und weil der Landwirt bislang um die 100 Milchkühe hatte und Molkereien belieferte, war der Gedanke naheliegend, dort auf dem Hof eine Milchtankstelle zu installieren. Eine moderne Zapfstelle, an der eigene oder auch geborgte Flaschen oder Kannen ganz problemlos mit Milch befüllt werden können. Also hat Frommholz vor längerer Zeit günstig eine gebrauchte Milchtankstelle erworben, aufgebaut und vertreibt die von seinen Kühen gelieferte Milch auch auf diese Weise.

Die Milch sollte abgekocht werden

So fließt seit Jahren Milch pur aus der Leitung. Das heißt, so ganz ohne geht es bei dieser Milch auch nicht. Sie wird filtriert, das war es dann aber auch schon. Etwas, das auch Axel Brüsch aus Torgelow sehr zu schätzen weiß. Einmal in der Woche kommt er zur Milchtankstelle, steckt ein paar Münzen in den Geldeinwurf und zapft dann zwei Liter in seine mitgebrachten Milchflaschen.

An der Milchtankstelle machen Hinweisschilder darauf aufmerksam, dass es sich um Rohmilch handelt. Also ist diese Milch vor dem Verzehr abzukochen. „Darauf muss ich aufmerksam machen, das Gesetz schreibt es vor“, sagt Bauer Frommholz. Was die Kunden dann machen, ist deren Sache. Fakt ist: Nicht jeder an sterilisierte Milch gewöhnte Magen verträgt die Naturgabe. Durchfall und Übelkeit können dem Genuss von purer Milch folgen.

Der Bauer will sich jetzt auf die Futterproduktion konzentrieren

Es gibt Gerüchte, dass die Milchtankstelle im Schmachtgrund geschlossen werden soll. „Nein, wird sie nicht“, sagt Frommholz. Auch wenn er seinen Milchviehbestand reduziert hat und ihn noch weiter verkleinert. „Den Hof wird es hier weiter geben, aber nicht mehr mit Milchproduktion“, sagt der Landwirt. Zwei, drei Kühe wird er wohl noch halten, um die Milchtankstelle weiter betreiben zu können. Ansonsten konzentriere er sich auf die Futter-produktion, sagt er.

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