Das Geschäft in der Ueckerstraße 98 wird auf der Internetseite der Stadt zur Vermietung angeboten. Die meisten leer
Das Geschäft in der Ueckerstraße 98 wird auf der Internetseite der Stadt zur Vermietung angeboten. Die meisten leer stehenden Ladenflächen aber nicht. Eckhard Kruse
Auch das Geschäft in der Ueckerstraße 53 steht leer, wird aber auf der Internetseite der Stadt zur Vermietung angeb
Auch das Geschäft in der Ueckerstraße 53 steht leer, wird aber auf der Internetseite der Stadt zur Vermietung angeboten. Eckhard Kruse
Leerstand auch hier.
Leerstand auch hier. Eckhard Kruse
Jürgen Kliewe (parteilos)
Jürgen Kliewe (parteilos) Eckhard Kruse
Innenstadt

Leerstand in Ueckermünde – Das sagt der Bürgermeister

Einige Ueckermünder Hauseigentümer fühlten sich zu unrecht von einer Aussage des City-Managers kritisiert. Doch ganz aus der Luft gegriffen scheint die Aussage von Abschreibungsobjekten nicht zu sein.
Ueckermünde

Gibt es nun Hauseigentümer in Ueckermünde, die sich kaum darum kümmern, den Leerstand in den Läden in der Innenstadt zu beseitigen? Diese Frage stellt sich, nachdem City-Manager Stephan Tralau im öffentlich-rechtlichen Fernsehen von Eigentümern gesprochen hatte, die ihre Häuser oder Läden nur als Abschreibungsobjekten sähen, und drei Immobilieneigentümer mit Altstadthäusern auf die Barrikaden gegangen waren. Sebastian Kelichhaus, Torsten Brösemann und Jens Erdmann wehrten sich gegen die Aussage und erläuterten, was sie alles unternehmen, um bei Leerstand wieder für Nachfolger zu sorgen oder um Leerstand zu verhindern.

„Zerwürfnisse helfen niemandem weiter”

„Ich kenne die drei Sanierer“, sagt Bürgermeister Jürgen Kliewe (parteilos). Sie bemühten sich sehr, ihre Räume zu vermieten. Die Aussage, dass Hauseigentümer ihre Objekte nur als Abschreibungsobjekte sehen, treffe auf sie nicht zu. Er habe den City-Manager gebeten, das persönliche Gespräch zu suchen. Denn Zerwürfnisse würden niemandem weiterhelfen. Man wolle den Kontakt, um gemeinsam Lösungen zu finden. Die Formulierung des City-Managers findet Bürgermeister Kliewe etwas unglücklich. Es seien auch nicht alle Eigentümer angesprochen gewesen.

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Bei einigen Häusern passiere kaum etwas

Vollkommen aus der Luft gegriffen scheint die Aussage von Stephan Tralau bei einigen Häusern aber nicht zu sein. Kliewe spricht zwar nicht direkt davon, dass einige Eigentümer ihre Häuser nur als Abschreibungsobjekte sehen würden. „Bei einigen Häusern haben wir aber zumindest den Eindruck“, betont er. Weil dort kaum etwas bis gar nichts passiere. Er wundert sich auch, dass die 2019/2020 ins Leben gerufene Plattform „Laden sucht Nutzer“ auf der städtischen Internetseite nur von so wenigen Hauseigentümern genutzt werde. Das betrifft die Ueckerstraße 98 eines Hamburger Eigentümers und die Ueckerstraße 53 eines einheimischen Vermieters. Ein weiteres Geschäft in der Ueckerstraße 72 ist schon als „vermietet“ markiert. Das könne aber helfen, um Läden schneller zu vermieten.

Stammtisch zur Entwicklung der Altstadt

Der Bürgermeister findet die Idee des City-Managers, ein gleiches Portal auf landesweiter Ebene aufzubauen, gut. Damit könne man auch Auswärtige interessieren.

Ein Kontakt zu verschiedensten Eigentümern zu bekommen und mit ihnen nach Lösungen zu suchen, sei schon deswegen schwierig, weil viele von ihnen auch weit weg wohnen, so Kliewe. Da habe der City-Manager auch schon erleben müssen, dass sein Gegenüber einfach aufgelegt hat, weiß Kliewe aus Gesprächen mit Tralau.

Für die Entwicklung der Altstadt soll es am 23. Februar um 18 Uhr einen ersten Stammtisch im Kulturspeicher geben. Die Veranstaltung ist für jedermann öffentlich.

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