Detlef Rabethge hat auf Facebook eine Erklärung zu seinem fragwürdigen Post abgegeben.
Detlef Rabethge hat auf Facebook eine Erklärung zu seinem fragwürdigen Post abgegeben. Screenshot Facebook/NK-Archiv
Wahlplakate

Linken-Landtagskandidat erklärt zweifelhaften Facebook-Post

Nach der Schelte während der Sitzung der Ueckermünder Stadtvertreter hat Detlef Rabethge sich erneut auf Facebook zu Wort gemeldet und seine Aktion erklärt.
Ueckermünde

Gegenüber dem Nordkurier wollte sich Landtagskandidat Detlef Rabethge (Die Linke) für seinen fragwürdigen Facebook-Beitrag nicht erklären. Und auch während der Stadtvertretersitzung am Montagabend blieb er eine Erklärung schuldig. Dafür aber reagierte er am Dienstagmittag auf Facebook.

Rabethge hatte am Sonntagabend bei Facebook ein Foto von einem Wahlplakat gepostet, auf dem jemand ein Fadenkreuz auf den Kopf der CDU-Landtagsmitbewerberin Kathleen Fleck geschmiert hatte. Rabethge kommentierte dies mit den Worten: „Eigentlich bin ich ja strikt gegen Schmierereien. Wie gesagt, eigentlich....“ und fügte einen lächelnden Smiley hinzu.

Lächelnder Smiley sei Ironie gewesen

Nun wolle er einiges richtigstellen, nachdem der Post bei manchen Leuten zu Irritationen geführt habe, schrieb Rabethge in dem sozialen Medium. Wer ihn kenne, wisse, dass er gegen jede Form von Gewalt und Gewaltverherrlichung sei, so Rabethge weiter. „Insofern verurteilte ich auch das Verunstalten von Wahlplakaten, so war es auch in meinem Post zu lesen.” Der lächelnde Smiley sei ironisch gemeint gewesen, schrieb Rabethge und meinte, dass ein „Augenzwinkern” auch in einem Wahlkampf möglich sein müsse, zumal die Deutung ja im Auge des Betrachters liege.

Rabethge distanziert sich von Schmierereien

Was er mit den Worten „Wie gesagt, eigentlich...” meinte und warum er ausgerechnet ein Wahlplakat mit einem Fadenkreuz für seine Ironie im Wahlkampf verwendete, erklärte Rabethge aber nicht. Eine Entschuldigung in Richtung Kathleen Fleck gab es in der Erklärung ebenfalls nicht. Und auch Fehler räumte Rabethge nicht ein. Im Gegenteil: In seiner Erklärung berichtete Rabethge darüber, wie er an demselben Tag die Polizeiinspektion Ueckermünde telefonisch darüber informiert habe, dass sämtliche Großplakate in Ferdinandshof beschmiert wurden. „Diese Information lag zu diesem Zeitpunkt bei der Polizei bereits vor”, schrieb Rabethge und fügte an: „Insofern distanziere ich mich mit und ohne „Augenzwinkern” von Schmierereien in dieser Form, wie ich das auch in der Vergangenheit getan habe.”

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