Umstrittener Verkauf
Mehr als 500 Unterschriften für Erhalt der Turnhalle

Um den möglichen Turnhallen-Verkauf wird weiterhin kontrovers diskutiert.
Um den möglichen Turnhallen-Verkauf wird weiterhin kontrovers diskutiert.

Für den Erhalt der Turnhalle in Ost machen sich immer mehr Ueckermünder mit einer Unterschriften-sammlung stark.

Der Widerstand gegen den geplanten Verkauf der Turnhalle am Haffring in Ueckermünde Ost wächst. Der Sozial- und Sportausschuss des Seebades lud mehrere Vereine zu seiner jüngsten Sitzung zu dem Thema ein. Erstmals bezogen nicht nur Mitglieder des Ueckermünder Turnvereins (UTV) – dem Hauptnutzer der Halle –, sondern auch Verantwortliche anderer Vereine öffentlich Position.

„Mit einem geplanten Verkauf kann und will ich mich nicht abfinden“, sagt Peter Ruhnau, Präsident des Fußballklubs FSV Einheit Ueckermünde. Ruhnau bringt vor allem den Nachwuchs ins Spiel: „Es wird immer gesagt, dass die Jugend mehr Sport treiben soll. Aber ich kann im Winter bei Temperaturen im Minusbereich die Kinder nicht auf den Kunstrasenplatz schicken. Außerdem nutzen wir die Halle für Kooperationen mit Kindergärten, um Interesse für den Sport zu wecken.“

Nicht nur der Nachwuchs wäre von einem Verkauf der Turnhalle in Ueckermünde Ost betroffen, beispielsweise müssten sich langfristig wohl auch die Seniorensportler des Ueckermünder Turnvereins eine neue Bleibe suchen, sollte die Turnhalle tatsächlich privatisiert werden. „Für uns wäre das ein Tiefschlag. Viele ältere Bürger nutzen die Turnhalle. Es würden durch den Verkauf Dinge entstehen, die wir als Verein nicht kompensieren könnten“, sagt Erland Scholz vom UTV.

Sanierung kostet 825 000 Euro

Eine klare Meinung zu dem Thema hat auch der Vorsitzende des Sozialausschusses, Detlef Rabethge (Linke offene Liste): „Es gibt ein breites Interesse, die Turnhalle nicht zu verkaufen. Es wäre ein absoluter Fehler, wenn man die Halle verkaufen würde“, sagt Rabethge, der zusammen mit den Vereinen Unterschriften für den Erhalt der Turnhalle gesammelt hat. Mehr als 500 Unterschriften sind nach gut zwei Wochen bereits zusammengekommen. „Das ist aber noch längst nicht alles. Einige Listen sind noch im Umlauf“, sagt Rabethge.

825 000 Euro kostet nach Informationen der Stadt eine Grundsanierung der maroden Halle. Zwei Fördermöglichkeiten stehen nach Angaben der Verwaltung zur Verfügung: Bei der einen Variante würden der Stadt maximal 300 000 Euro abgenommen werden. Bei der zweiten Möglichkeit könnte die Stadt maximal eine Zuwendung von gut 400 000 Euro bekommen.

Kommentare (1)

Der Nordkurier könnte doch so hilfsbereit sein und eine Spendenaktion ins Leben rufen. Das hat doch für andere Sachen auch immer gut geklappt oder eine Art Subotnik, wo eben alle Sportfreunde in Eigenleistung die Turnhalle mit sanieren und so die Kosten schmal gehalten werden können.