Gute Laune zum Auftakt: Die Bäderpolizei lässt ihre Mützen fliegen.
Gute Laune zum Auftakt: Die Bäderpolizei lässt ihre Mützen fliegen. Holger Schacht
Ueckermündes Revierleiter Hartmut Braun (rechts) holte die Bäderpolizisten Linda und Tom in Heringsdorf nach der Beg
Ueckermündes Revierleiter Hartmut Braun (rechts) holte die Bäderpolizisten Linda und Tom in Heringsdorf nach der Begrüßung am Strand ab. Holger Schacht
Tourismus

Mehr Polizeikräfte für den Einsatz am Strand

In den Seebädern auf Usedom, am Greifswalder Bodden und am Stettiner Haff sind bis Mitte September zusätzliche Polizisten auf Streife. Sie sollen die Sicherheit der Touristen erhöhen.
Heringsdorf

Tägliche Kontrollfahrten, Kontakte pflegen zu Hafenmeistern, dann wieder Fußstreife am Strand – so sieht bis 14. September der Arbeitsalltag aus für die Bereitschaftspolizisten Linda (21) und Tom (22) aus. Ab jetzt sind die beiden Polizeimeister Teil der Bäderpolizei, die an den touristischen Hotspots Mecklenburg-Vorpommerns mehr Präsenz zeigen und für mehr Sicherheit sorgen sollen. Die Reviere in den Seebädern des Landes werden in dieser Zeit um 202 Beamte aufgestockt.

Suche nach vermissten Kindern

21 sind es im Bereich der Polizeiinspektion Anklam. 15 arbeiten auf Usedom, zwei im Bereich des Greifswalder Boddens mit dem Seebad Lubmin und vier in der Haff-Region von Leopoldshagen bis Altwarp. Wie die Schwerinerin Linda und der Rostocker Tom. „Ich freue mich schon riesig auf die neuen Aufgaben. Meine Mutter ist gebürtige Ueckermünderin“, strahlt Linda. Auch Tom hat einen Bezug zur Haff-Region, machte in Pasewalk ein Praktikum, wohnte in der Zeit in Ueckermünde.

„Die neuen Kollegen werden Augen und Ohren offen halten, mit Herz und Verstand eingreifen, wenn es erforderlich ist“, sagt Gunnar Mächler, der Leiter der Polizeiinspektion Anklam. „Die Aufgaben der Bäderpolizei erstrecken sich, neben der polizeilichen Begleitung von Veranstaltungen, über die Verkehrsregelung bis hin zur Unfallaufnahme“, ergänzt Polizeisprecher Andrej Krosse. Gleichzeitig machte Mächler auf die positive Zusammenarbeit mit der Wasserwacht der Kaiserbäder auf Usedom aufmerksam. „Vor allem bei der Suche nach vermissten Kindern arbeiten Rettungskräfte und Polizei eng zusammen und sorgen dafür, dass die Kleinen schnell wieder bei ihren Eltern sein können“, so Mächler.

Urlaub in Corona-Zeiten

Auch Innenminister Lorenz Caffier (CDU) begrüßte Bäderpolizisten – allerdings andere und in Rostock-Warnemünde. „Der Sommerurlaub wird für uns alle in diesem Jahr anders sein als in den Jahren zuvor: Wir müssen auf Abstand gehen“, betonte Caffier mit Blick auf die geltenden Regeln zur Kontaktbeschränkung wegen der Corona-Pandemie. Er appellierte an alle Bürger, das Gespräch mit den Beamten zu suchen: „Nur so können wir helfen und ein Gespür für die Lage bekommen.“

Wie Caffier weiter sagte, werden die Polizisten auch die Ordnungsämter unterstützen. Dazu gehöre die Kontrolle des Einreiseverbots von Tagestouristen. Es bleibe aber dabei: „Es gibt keine Schlagbaum-Politik, wir machen Stichproben.“ Caffier zeigte sich optimistisch, dass die „relativ restriktive Herangehensweise“ der Landesregierung weiter dazu beitrage, dass die Infektionszahlen gering bleiben. Er hoffe, dass jeder, der Mecklenburg-Vorpommern besucht, möglichst mit angenehmen Erinnerungen nach Hause fährt und Freunden, Verwandten und Bekannten davon berichtet. Die Beamten des Bäderdienstes, den es seit 1992 gibt, werden auch mit E-Fahrrädern unterwegs sein. Auch auf den Gewässern werde konsequent kontrolliert, sagte Caffier.

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