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Ladendieb ist gefasst

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Messermann stellt sich bei der Polizei

Der Rewe-Markt in Torgelow. Dort hatte ein Ladendieb mit einem Messer herumgefuchtelt. 
Der Rewe-Markt in Torgelow. Dort hatte ein Ladendieb mit einem Messer herumgefuchtelt.
Holger Schacht

Einen Monat nach dem Messer-Vorfall beimRewe-Markt in Torgelow ist der Fall für die Polizei nahezu abgeschlossen.

Der Messermann (23) vom Rewe-Markt in Torgelow hat sich nach Nordkurier-Informationen der Polizei gestellt. Auch sein Komplize (17) ist von der Kripo vernommen worden. „Beide Tatverdächtige sind ermittelt“, bestätigt ein Polizeisprecher. Offenbar war der Druck auf den Haupttäter zu groß. Nur Stunden nach der Tat hatten Polizisten mehrere seiner möglichen Aufenthaltsorte überprüft. Im Nachzug verschickten Beamte Vorladungen an den Mann.

Der Fall hatte vor einem Monat für reichlich Aufregung gesorgt. Inzwischen sind die Befragungen der Zeugen weitestgehend abgeschlossen. Damit geht die Akte in Kürze zur Staatsanwaltschaft. Die entscheidet dann darüber, ob sie gegen den Haupttäter Haftbefehl beantragt. Aussichtslos wäre der Antrag wohl nicht, denn der Messermann soll keinen festen Wohnsitz haben. Damit könnte Fluchtgefahr bestehen.

Mann tauchte wieder auf und fuchtelte mit Messer herum

Am 16. April gegen 21.40 Uhr war’s in der Getränkeabteilung des Supermarktes passiert. Der Haupttäter hatte sich eine Flasche Apfelkorn und mehrere Dosen Bier unter den Pullover gesteckt, sein Komplize hatte Schmiere gestanden. Als der Dieb die Kasse passieren wollte, ohne zu zahlen, stellte ihn der Security-Mann des Marktes zur Rede. Sofort kam es zur Rangelei. Der Security-Mann stellte nach einem zehnminütigen Kampf den Schnaps und die Büchsen sicher und warf den Dieb aus dem Markt. Kurz darauf tauchte der Haupttäter an der verschlossenen Glastür des Markt-Cafés auf, fuchtelte dort mit dem Messer herum. Der Security-Mann zum Nordkurier: „Er hätte durch den offenen Haupteingang wieder in den Laden zurückkommen und die Waffe einsetzen können.“ Alarmierte Polizeibeamte eilten mit drei Funkwagen zum Tatort, doch die Täter waren bereits verschwunden. Mit Hilfe des Überwachungsvideos und Recherchen im Internet konnten der Messermann und sein Helfer allerdings schnell identifiziert werden.