SECHSJÄHRIGE VERSCHLEPPT

Missbrauchsfall erschüttert Ferdinandshof

Ein schwerer sexueller Missbrauch erschüttert Ferdinandshof: Ein 18-Jähriger soll ein kleines Mädchen mit Blumen gelockt und sich an ihr vergangen haben.
Hier soll das kleine Mädchen missbraucht worden sein.
Hier soll das kleine Mädchen missbraucht worden sein. Christopher Niemann
Ferdinandshof.

„Je mehr Details bekannt werden, umso mehr schockiert es natürlich die Leute im Ort“, sagt Bürgermeister Gerd Hamm. So beschaulich das Dorf Ferdinandshof sonst erscheinen mag, so erschreckend ist der Vorfall, der sich dort am Samstagnachmittag gegen 16.30 Uhr ereignete. Der Tatvorwurf: Ein sechsjähriges Mädchen soll von einem 18-Jährigen mit Blumen vom Wohnumfeld weggelockt und auf einer Wiese schwer sexuell missbraucht worden sein. Opfer und Täter sollen sich vom Sehen her gekannt haben, so die Polizei.

Als der Notruf vom Vater des Mädchens bei der Polizeileitzentrale einging, waren die Beamten sofort in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Dass Kinder als vermisst gemeldet werden, komme öfter vor. In diesem Fall war durch den kleinen Spielkameraden allerdings sofort bekannt gewesen, dass das Mädchen mit einer fremden Person mitgegangen ist, erklärt Claudia Tupeit.

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Für die Ermittler schrillen in einem solchen Fall alle Alarmsignale. Sofort werde dann ein Großaufgebot von allen verfügbaren Beamten per Funk alarmiert, erklärt Tupeit. Hinzugerufen wurden zudem auch ein Fährtensuchhund und der Polizeihubschrauber, der jedoch nicht mehr zum Einsatz kommen musste. Rund 20 Beamte aus Ueckermünde, Anklam und Pasewalk waren binnen kürzester Zeit im Einsatz, um das Mädchen zu finden, fasst Tupeit zusammen.

Wie geht es für die Familie weiter?

Für die Sechsjährige kam allerdings selbst diese schnelle Hilfe zu spät. Nachdem der junge Mann das Mädchen mit Blumen weglockte, habe er auf einer Wiese schweren sexuellen Missbrauch an ihr begangenen, lautet der Tatvorwurf. Rund eine Stunde nach der Vermisstenmeldung wurden beide dann zu Fuß nahe der Bahnhofsstraße in Ferdinandshof von Polizeibeamten aus dem Pasewalker Bereich entdeckt, die an der Suchaktion beteiligt waren. Von den Polizisten wurde der Tatverdächtige sofort festgehalten. Der 18-jährige Deutsche stammt aus der Region und war der Polizei bislang nicht im Zusammenhang mit Straftaten oder Ähnlichem bekannt. Er wurde mittlerweile dem Haftrichter vorgeführt und befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.

Angaben des Mädchens gegenüber der Polizei als auch gesicherte Spuren deuten auf das schwere Verbrechen hin. Zur Aufklärung der Tat habe anschließend eine erfahrene Ermittlerin das Mädchen befragt und eine entsprechende Vertrauensbasis aufgebaut, erklärt Claudia Tupeit das Vorgehen. Der Familie sei nach dem Verbrechen auch seelsorgerische Hilfe angeboten worden, wie es in solchen Fällen üblich ist.

Auch die Gemeindevertretung will auf ihrer Sitzung nun beraten, wie der Familie womöglich geholfen werden kann. Für Bürgermeister Gerd Hamm, der im Kreis Vorpommern-Greifswald das Jugendamt leitet, spielen Missbrauchsfälle von Kindern auch immer wieder in seinem beruflichen Leben eine Rolle. „Ich denke, es geht allen ähnlich, dass es um so bedrückender ist, solch einen Sachverhalt nun selbst im eigenen Ort erleben zu müssen. Dementsprechend bewegt es die Menschen in Ferdinandshof sehr“, sagt er. Für Eltern könne dies nur ein Appell sein, noch vorsichtiger zu sein und auf ihre Kinder zu achten. Ungeachtet dessen, was derzeit im Dorf als Gesprächsstoff im Umlauf ist, will sich Hamm mit all seiner Fachkenntnis zunächst auf offizielle Aussagen verlassen können. „Bislang habe ich erfahren, dass ein Kind vermisst und wieder aufgefunden wurde. Von dem aktuellen Stand habe ich auch nur aus den Medien erfahren“, sagt er.

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Kommentare (8)

Es passiert IMMER und ÜBERALL!
Traurig, dass man es erst so richtig zur Kenntnis nimmt, wenn es vor der eigenen Haustür passiert.
Jeden Tag werden 40 Kinder in Deutschland sexuell missbraucht und das ist nur das Hellfeld!!!

@Nordkurier: Mich würde mal interessieren, warum bei dem Artikel von gestern die Kommentarfunktion so schnell geschlossen wurde und sämtliche Kommentare dazu nicht mehr sichtbar sind.
Zur Aufklärung tritt dieses Verschweigen nicht bei!

Das schlimmste ist: Die Täter sitzen unter uns. Freunde, Verwandte, Nachbarn.
Hier hilft nur, seine Kinder gut vorzubereiten, Selbstbewusstsein einzuimpfen und ein gutes Verhältnis zu ihnen zu pflegen.
Der Staat muss aber seinen Pflichten auch nachkommen. Therapieren, frühe Jugendsozialarbeit, damit Opfer nicht zu Tätern werden und eine Justiz und eine Rechtssprechung die den Opferschutz in den Fokus rückt.
Für Eltern und Kinder der absolute SuperGau.

im Forum war der Täter kein Mensch mit Migrationshintergrund! Armes Mädchen...

wenn wir sonst auch häufig gleicher Meinung sind und ich weiß was Sie meinen, denke ich, hier vielleicht nicht so vorzupreschen wäre besser.
Das überlassen wir doch lieber den Trollen.
Einen schönen Tag

Was soll das denn? Bei so einem Verbrechen ist es scheißegal, woher der Täter kommt, es ist abartig!
Die Meisten Täter kommen übrigens aus dem Nahferd: Vater, Mutter, Onkel, Tante, Opa...

Rechtsystem hin oder her, ich fordere die Todesstrafe für Kinderschänder !

Gutachter bescheinigen diesen Tätern eine gute Sozialprognose und sie können nach Verbüßung ihrer Strafe oder sogar vorzeitig da weiter machen, wo sie aufgehört haben.
Das heißt, in der Folge werden Kinder leiden und sterben.
Das Märchen vom Heilen dieser kranken Hirne kann ich nicht teilen, sorry.
Wer so etwas tut, hat ALLE Rechte in die dieser Gesellschaft verloren, für mich auch das Recht auf Weiterleben.

Ich würde diese Strafe bestimmt verzweifelt herbei sehnen, wäre ich betroffen - nur leider ändert dies nichts daran, dass leider bereits geschehen ist, was geschehen ist und es rennen immer noch zig andere kranke Hirne rum.
Soll heißen einer weniger löst nicht das Problem, das solche Abartigkeiten gar nicht erst passieren.
Warum Anträge sogar durch Straftäter selber zur Zwangskastration überhaupt erst diskutiert werden verstehe ich nicht.
Wenn das als menschenunwürdige Verstümmelung gilt- da frage ich mich doch ob die Dimension dessen, was den Opfern widerfährt nicht klar ist.
Armes kleines Mädchen. Tut mir so leid.

Ich würde diese Strafe bestimmt verzweifelt herbei sehnen, wäre ich betroffen - nur leider ändert dies nichts daran, dass leider bereits geschehen ist, was geschehen ist und es rennen immer noch zig andere kranke Hirne rum.
Soll heißen einer weniger löst nicht das Problem, das solche Abartigkeiten gar nicht erst passieren.
Warum Anträge sogar durch Straftäter selber zur Zwangskastration überhaupt erst diskutiert werden verstehe ich nicht.
Wenn das als menschenunwürdige Verstümmelung gilt- da frage ich mich doch ob die Dimension dessen, was den Opfern widerfährt nicht klar ist.
Armes kleines Mädchen. Tut mir so leid.