UMWELTSÜNDER

Müll im Wald gefährdet Kinder und Tiere

Bereits zum dritten Mal hat sich der Labrador-Mischling einer Torgelower Familie beim Spaziergang im Wald verletzt. Doch der viele Müll gefährdet nicht nur Tiere.
Balu hat sich schon wieder schwer an der Pfote verletzt.
Balu hat sich schon wieder schwer an der Pfote verletzt. Katja Richter
An diesem Stein scheinen die jungen Leute die Glasflaschen mutwillig zu zerschlagen.
An diesem Stein scheinen die jungen Leute die Glasflaschen mutwillig zu zerschlagen. Katja Richter
Die Schnittwunde ist tief.
Die Schnittwunde ist tief. Katja Richter
Torgelow.

Wer jetzt denkt, das haben wir doch schon mal gelesen, der irrt nicht, denn diese traurige Geschichte passiert bereits zum dritten Mal. Aber auch Teil Nummer Drei macht Familie Kage aus Torgelow wahnsinnig fassungslos, traurig und sehr wütend. Zur Erinnerung: Bereits im letzten Jahr hat sich ihr fast vierjähriger Labrador-Drahthaar-Mischling Balu zwei mal während seiner Waldspaziergänge an einer Glasscherbe verletzt. Die Schnittwunden waren tief und das sonst so agile Familienmitglied musste schwer verletzt die Couch hüten. (der Nordkurier berichtete)

Ehemann räume regelmäßig auf eigene Kosten auf

Damals war das kleine Birkenwäldchen in Drögeheide nicht nur mit Glasscherben verseucht, sondern auch überall im Wäldchen haben Unbekannte den Sperrmüll aus dem Torgelower Ortsteil Drögeheide verteilt. Katrin Kage berichtete damals, dass seit mehr als zwei Jahren Unmengen von Sperrmüll und Glasscherben einfach in den Wald geschmissen werden. Ihr Ehemann räume regelmäßig auf eigene Kosten das Wäldchen auf und entsorge den Müll schubkarrenweise. Es dauere jedes Mal nicht lange, bis wieder Unmengen von Unrat überall herumliegen. Ein ewiger Kreislauf.

Nachdem der Nordkurier sich einschaltete und öffentlich auf das Problem aufmerksam machte, bekamen die Kages Hilfe von der Stadt Torgelow, die das Wäldchen beräumen ließ. „Wir haben uns riesig gefreut und gemeinsam an die Leute appelliert, unsere Natur zu schützen”, so Katrin Kage, die wieder gefahrlos mit ihrem Liebling spazieren gehen konnte, bis jetzt. „Wir können verstehen, dass die Jugend sich einen Sitzplatz im Wald sucht, um sich zu treffen und auch ein bisschen zu feiern”, so Katrin Kage. „Dagegen hat niemand etwas einzuwenden, aber Flaschen haben im Wald nichts zu suchen.”

Müll sei auch Gefahr für Kinder und begünstigt Waldbrände

Die Hundebesitzern kann nicht verstehen, warum diese dann auch noch mutwillig zerschlagen werden und die Scherben sich weiträumig verteilen. „Es ist einfach zum k....”, schimpft sie fassungslos, denn ihr Liebling hat sich erneut schwer an der Pfote verletzt und musste ärztlich versorgt werden. Weil die Scherben nicht nur eine Gefahr für Hunde und spielende Kinder sind, sondern gerade bei dieser Hitze auch noch einen Waldbrand begünstigen könnten, hat Ehemann Marko Kage umgehend gehandelt und mühsam alles eingesammelt.

 

 

 

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