Schüsse in Torgelow

Mutmaßlicher Täter steht unter Bewährung

Nicht nur das Opfer, auch der mutmaßliche Täter der Schießerei in Torgelow ist polizeibekannt. Alexander B. wurde erst kürzlich zu einer Freiheitsstrafe verurteilt – auf Bewährung.
Das Opfer der Schießerei floh am Mittwoch in dieses Haus.
Das Opfer der Schießerei floh am Mittwoch in dieses Haus. Christopher Niemann
Torgelow

Drei Tage nach den Schüssen von Torgelow, bei denen Toni B. (20) durch ein Projektil am Kopf verletzt wurde, ist das Motiv für die Tat weiter unklar. Nach Nordkurier-Informationen ist für die Ermittler ziemlich klar, wer der Schütze war. Bei ihm handelt es sich nach übereinstimmenden Zeugenaussagen um Alexander B. (24) aus Torgelow, der in der Max-Planck-Straße vom Beifahrersitz eines Opels fünfmal abdrückte. Er und der Fahrer (35) des Wagens sind weiter auf freiem Fuß. Beatrix Heuer von der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg sieht in dem Fall kein Merkmal, das einen Haftbefehl begründen würde: „Es besteht keine Flucht-, Verdunklungs- oder Wiederholungsgefahr.“

Opfer und Schütze polizeibekannt

Wie das Opfer ist der Schütze ebenfalls polizeibekannt. Im März diesen Jahres war Alexander B. vor dem Schöffengericht Pasewalk nur knapp an einer Haftstrafe vorbeigeschlittert. Der Richter verurteilte ihn wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und fünffachem Bahnfahren ohne Ticket zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten, setzte sie auf drei Jahre Bewährung aus. Ins Urteil flossen zwei weitere Verfahren gegen ihn ein. Er bekam einen Bewährungshelfer, erhielt eine 18-monatige Fahrerlaubnissperre, und ist zur Leistung von 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden.

Das Verfahren zeigte auch, dass sich Alexander B. mit Waffen auskennt. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, vom Balkon seiner Wohnung in Eggesin mit dem Luftgewehr gezielt auf Personen geschossen zu haben. Es gab einen leicht verletzten Jungen (14). Alexander B. stritt den Vorwurf ab: „Wir haben aus Jux und Dallerei rumgeballert.“ Das Schöffengericht stellte das Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung durch die Schüsse damals ein.

Das jetzige Schuss-Opfer Toni B. saß bereits mehrere Jahre unter anderem wegen Autodiebstahls und Drogenvergehen im Knast, lieferte sich Anfang des Jahres eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei. Seine Schwester zum Nordkurier: „Toni ist nach den Schüssen völlig fertig. Der braucht erst mal Ruhe.“

 

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Kommentare (5)

Ich glaube, selbst bei eindeutigen Mord verweigert die Staatsanwaltschaft den Haftbefehl......aus Angst selbst betroffen zu werden. Man sieht immer wieder wie gut der Rechtsstaat uns Bürger vor diesen Verbrechern schützt!

Wo will man sie denn inhaftieren? Die Gefängnisse in Deutschland sind mit ausländischen Straftätern überbelegt.
Und falls wieder jemand sagt, dass ist schlimme rechte Hetze.

https://www.nordkurier.de/politik-und-wirtschaft/zahl-der-auslaender-in-gefaengnissen-auf-rekordhoch-0734495402.html

Man kann ihm ja auch anketten, und Arbeiten verrichten lassen

sind völlig umsonst auf der Welt. Sie sind zu nichts nütze, sie nützen nicht mal sich selbst. Ich hätte schon eine Idee, was man mit ihnen machen könnte, aber ich behalte sie lieber für mich, denn mögliche Konsequenzen vermag ich nicht abzuschätzen. Der Justiz jedenfalls wünsche ich größere Eier beim Vorgehen gegen solche Subjekte.

Die werden wir nicht los, die Einrichtungen sind voll, oder er geht, im dunklen, irgend wo [entfernt, bitte halten Sie sich an die Netiquette. D. Red.]