Gut befahrbar ist das etwa 3000 Meter lange Teilstück des Radweges entlang der Rosenhäger Beck. Dank der gut verdich
Gut befahrbar ist das etwa 3000 Meter lange Teilstück des Radweges entlang der Rosenhäger Beck. Dank der gut verdichteten wassergebundenen Deckschicht kommen Pedalritter ohne Schwierigkeiten gut voran. Lutz Storbeck
Tourismus

Nach großer Kritik nun Lob für Radwegstück Richtung Usedom

Die Sanierung der Trasse für Pedalritter ist gut gelungen, findet die Bugewitzer Bürgermeisterin Ruth Schiller.
Bugewitz

Leidenschaftliche Fahrradfahrer, die auf dem Rad die Gegend erkunden wollen und es dabei nicht bei einigen Kilometern belassen, haben es oft nicht einfach. Immer wieder führt der Weg über schlechte Fahrradwege, und bei Strecken von 50 Kilometern und mehr läppern sich die Negativ-Erlebnisse. Dass die Radwege in Vorpommern nicht durchweg ideal sind, haben viele Rad-Enthusiasten im wahrsten Sinne des Wortes schon oft erfahren.

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Drei Kilometer langes Stück für 600.000 Euro saniert

Beispielsweise auch auf dem Abschnitt zwischen Bugewitz und dann weiter Richtung Kamp. Dieser Weg ist Teil des 310 Kilometer langen internationalen Radrundwegs Stettiner Haff. Im vergangene Jahr ist zwischen dem alten Damm zur Karniner Brücke und der ehemaligen Kreisstraße 48 entlang der der Rosenhäger Beeck ein drei Kilometer langes Stück Radweg saniert worden. Das hat 600.000 Euro gekostet, 400.000 Euro sind als Zuschuss aus dem europäischen Interreg-Programm geflossen für das polnisch-deutsche Projekt „Radweg um das Stettiner Haff“.

Nach mehrwöchiger Bauzeit ist die Radwegsanierung dann doch zu einem guten Ende gebracht worden. „Der Radweg ist ein Zugewinn für alle“, urteilt die Bugewitzer Bürgermeisterin Ruth Schiller heute. Sie kann sich gut vorstellen, wie Touristen beim Radeln die Schönheit der Natur links und rechts des Weges entdecken.

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Hoffnung auf viele Rad-Touristen im Frühling

Eine ganze Menge Geld hat die Sanierung gekostet, und normalerweise löst eine solche Investition Freude aus. In Bugewitz, zu dem der Radwegabschnitt gehört, war das anfänglich allerdings nicht so. Denn zu spät, hieß es damals, sei von dem Bauvorhaben seitens des Landkreises informiert worden. Zudem war die Sanierung mitten in die Urlaubssaison hineingeplant, hatte Ruth Schiller seinerzeit kritisiert. Wegen des Baus waren die 3000 Meter Radweg gesperrt worden.

Etwas, das für Radler von nah und fern doch sehr überraschend kam. „Da standen welche bei mir, die aus Berlin heugeradelt waren – und von der Sperrung total überrascht gewesen sind“, sagt die Bürgermeisterin. Auch die damals angebotenen Umleitungen seien für die Urlaubsradler nicht gerade das Gelbe vom Ei gewesen – Holperpisten, Plattenstraßen und anderes mehr seien eine Zumutung für die Pedalritter gewesen. „Ich leide mit jeder Familie, die sich dort mit kleinen Kindern und Anhängern lang quälen muss, weil sie sich bislang schlichtweg nicht vorzeitig informieren konnten“, hatte Ruth Schiller damals gesagt.

Weg fertig – Radelsaison vorbei

Ein kleiner Schönheitsfehler lässt sich aber auch nach der Sanierung noch ausmachen. Als der Radweg im Herbst endlich fertig war und zum Radeln einlud, da war die Urlaubshauptsaison schon vorbei. Aber die neue Saison kommt bestimmt und mit ihr hoffentlich viele Pedalritter. Und die finden auf dem sanierten Teilstück einen Radlerweg vor, der sich sehr gut befahren lässt.

Der Weg ist profiliert worden, hat nun eine zusätzliche Schottertragschicht und zwar keine Asphalt-, dafür eine gut verdichtete wassergebundene Deckschicht. Die ist ordentlich geraten, ließ sich bei einem ausgedehnten Spaziergang feststellen. Und die Einsichten in die Moorlandschaft links und rechts des Weges bekommen Spaziergänger und Radler gratis dazu.

Und das werden hoffentlich auch die passioonierten Radfahrer feststellen, wenn sie im Frühjahr zu einer nächsten Radtour vielleicht in Richtung Usedom aufbrechen. Wo sie aber ganz sicher noch sehen werden, dass es durchaus noch einiges zu tun gibt an manchen vorpommerschen Radwegen.

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