CORONA-PAUSE

Nach langer Zeit soll es wieder Musik am Haffstrand geben

Auf die Hafftage Jahrgang 2020 musste Ueckermünde zwar verzichten. Dennoch soll am zweiten Augustwochenende am Strand gefeiert werden. Allerdings ohne Tanz.
Neben viel Musik, Animation und Spielen ist am 7. August auch ein Strandburgen-Wettbewerb geplant: Wer baut die schönste
Neben viel Musik, Animation und Spielen ist am 7. August auch ein Strandburgen-Wettbewerb geplant: Wer baut die schönste Sandburg am Ueckermünder Strand?Fotos: Katja Richter Katja Richter
Ueckermünde.

Eigentlich wären ohne Corona die Hafftage 2020 jetzt schon Geschichte. Aber diese Geschichte kann dieses Jahr nicht erzählt werden. Die Ueckermünder Traditions-Großveranstaltung ist dieses Jahr komplett gestrichen worden. Was viele Ueckermünder und auch Besucher der Region bedauern. Schließlich sind die Hafftage seit mehreren Jahrzenten immer ein fester Termin im Veranstaltungskalender gewesen. Ein Termin, bei dem man sich treffen, quatschen und natürlich vor allen Dingen so richtig feiern konnte. Das fehlt im Sommer 2020.

Dennoch: Ganz ohne ein Fest sollen die Leute auch in diesem Jahr nicht bleiben. Darum wird es am 7., 8. und 9. August ein Strandfest in Ueckermünde geben. Aber Achtung: Es wird, und darauf verwiesen die Veranstalter, keine Tanzveranstaltung sein – es gelten nach wie vor die coronabedingten Regeln. Was auch heißt: Abstand halten!

Auftakt ist am Freitag, 7. August, dann geht es um 17 Uhr los mit Musik an der Strandbühne Ueckermünde. Memory und DJ Ulli Blume werden für die Musik sorgen. Von 20 bis 0 Uhr erklingen für die Besucher Evergreens und Oldies. Animation am Strand, Strandboccia, Piratenspiele und ein Strandburgenwettbewerb sind am Sonnabend, 8. August, ab 11 Uhr am Ueckermünder Haffstrand zu erleben. Abends geht es ab 20 Uhr dann mit Hits am Stück weiter – und dafür sind DJ Lukas und das Partyduo „Ragadingdong“ zuständig.

Sonntag steht ab 11 Uhr ebenfalls einiges auf dem Programm: eine Bademodenschau beispielsweise, Clown Klecks tritt auf, und ein kleiner Schaustellerbereich wird aufgebaut. Live-Musik kommt an diesem Tag von „Reiner & Reiner“.

„Wir haben lange genug zu Hause gesessen“

Organisator des Strandfestes ist Robert Kriewitz. Er ist lange genug im Geschäft, um zu wissen: Die Leute dürsten nach langer Covid-19-Zwangspause nach so einer Veranstaltung. „Wir haben lange genug zu Hause gesessen, es muss einfach mal wieder eine solche Veranstaltung geben“, sagt Robert Kriewitz. Das sagen auch die Ueckermünder und die Gäste. Und erst recht sagen dies Leute, die normalerweise mit solchen Festen ihr Geld verdienen und in diesem Jahr bislang darauf haben verzichten müssen.

Bei aller Vorfreude, sagt Kriewitz, werde man nicht übermütig sein. „Wir haben mit der Stadt und dem Gesundheitsamt gesprochen, und es ist klar: An eine solche Veranstaltung sind Bedingungen geknüpft“, sagt der Ueckermünder. Er versichert: Bei diesem Fest werden die hygienischen Anforderungen erfüllt, und darauf geachtet, dass es keine Verstöße gibt. „Wir wollen alles dafür tun, dass in dieser Richtung alles klappt“, bekräftigt Kriewitz. Das sehen auch die Künstler so, die beim Fest mitmachen werden. Die musste er nicht lange überreden, sich einzubringen, sagt der Ueckermünder. So ist der Organisator trotz der Einschränkungen voll freudiger Erwartung und hofft, dass alles perfekt funktioniert. „Ich freue mich schon darauf, dort einen Cocktail zu trinken“, sagt Robert Kriewitz

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Kommentare (2)

...und hofft, dass alles perfekt funktioniert!"- Wortlaut in gedruckter Ausgabe. Danke für die klaren Worte in der Öffentlichkeit. Fest mit Musik ("Hits am Stück") bis Mitternacht an zwei Abenden und sicher gibt es nicht nur alkoholfreie Getränke. Kein Tanz? Dafür der von der Corona- Gefahr gebotene Abstand? Ich hoffe für die Ueckermünder, für Vermieter, Gaststättenbetreiber, Urlauber usw., dass wir nicht der nächste Hotspot werden mit Folgen, die keiner will.

Schade, dass die Profitgier aber auch nichts auslässt! Falls der Veranstalter es mit dem Hygienekonzept und dem Einhalten der Regeln so ernst meint, hätte er ein Streichquartett oder einen Gospelchor eingeladen und keine approbierten Party-DJs oder ein Duo, welches - für Parties dieser Art sicher tolle Musik macht - aber eben Partymugge! und keine abstandsfördernde konzertante Darbietung. Mit der Auswahl der Künstler legt man eben auch fest, was das Publikum tut und erwartet und vor allem, welches Publikum zur Veranstaltung strömt.
Da kann man gemeinsam mit DAKI nur feste Daumen drücken, dass uns die Profitgier des Veranstalters keinen Corona-Katastrophe bringt. Sehr sehr traurig und wenig umsichtig!