SCHIEßPLATZ

Nach Sturmschaden – Hilfe für Softair-Verein

Nach vielen Rückschlägen im Corona-Jahr erhielt das Blackfield-Airsoft-Team in Altwarp viel regionale und überregionale Unterstützung. Doch die spontane Hilfe zweier Baufachleute machte die Truppe dann doch sprachlos.
René Brentführer und Marko Kurzweg arbeiteten Hand in Hand und reparierten den Blackfield-Jungs das Hallendach.
René Brentführer und Marko Kurzweg arbeiteten Hand in Hand und reparierten den Blackfield-Jungs das Hallendach. Katja Richter
Die Jungs vom Softair-Schießplatz in Altwarp hoffen auf ein gutes Jahr 2021 und wollen dann endlich wieder den vielleich
Die Jungs vom Softair-Schießplatz in Altwarp hoffen auf ein gutes Jahr 2021 und wollen dann endlich wieder den vielleicht schönsten Männerspielplatz Vorpommerns präsentieren. Katja Richter
So geht Solidarität in der Haffregion.
So geht Solidarität in der Haffregion. Katja Richter
Altwarp ·

Keine Events, keine Spiele, keine Einnahmen. Die Rechnung ist ganz einfach. „Unsere Kassen sind leer“, sagt Steffen Kliewe vom Airsoft-Team Blackfield Airsoft e.V.. Dabei hatten die Vereinsmitglieder gerade im letzten Jahr so viel vor mit ihrem Schießsport.

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Einnahmen durch Corona weggebrochen

„Schon die erste Corona-Pause im Frühjahr war schwierig für uns“, erinnert sich der Vereinsvorsitzende. „Auch uns sind ja die Einnahmen weggebrochen, aber die Kosten liefen weiter. Wir haben in dieser Zeit Gutscheine verkauft“, so Kliewe, der sich dann im Sommer freute, dass obwohl diese Gutscheine für einen etwas geringeren Wert eingelöst werden konnten, damals sehr gut verkauft wurden und so dem Verein das Überleben sicherten.

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Deutschlandweit bekannt

„Wir haben uns riesig über die große Solidarität gefreut und wie viel den Airsoft-Freunden in ganz Deutschland am Fortbestehen unseres Vereins liegt“, so die Vereinsmitglieder, die wissen, dass sie nicht nur wegen des einmaligen Spielgeländes, sondern vor allem auch wegen der perfekten Organisation der Events mittlerweile deutschlandweit bekannt und beliebt sind.

Vielleicht der schönste „Männerspielplatz” Vorpommerns

Mit ihrem neuen Angebot wollten die Blackfield-Jungs nach dem ersten Lock-Down dann so richtig durchstarten. „Unser Spielgelände kann jederzeit für Airsoft-Trainings oder Airsoft-Spiele angemietet werden“, hatten sie im Sommer angeboten und rührten kräftig die Werbetrommel. Das Blackfield-Team weiß, dass sich genau diese Art von Action und Unterhaltung vor allem für Junggesellenabschiede, Geburtstage oder Betriebsfeste anbietet und sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Hügel, Gräben, zahlreiche Deckungen und jede Menge Bunker zeichnen das Altwarper Gelände aus, das mal ein Munitionsdepot der NVA war und wohl zu den abwechslungsreichsten und spannendsten Geländen dieser Art in ganz Deutschland zählt.

Sturm zerstört Halle

Doch die großen Pläne gingen nicht auf, denn ein zweiter Lockdown und auch Sturmtief „Gisela“ ließen die Träume vorerst zerplatzen. Zur Erinnerung: Mitte Oktober wütete das Sturmtief und wirbelte die Haffregion kräftig durcheinander. Auch der vielleicht schönste Männerspielplatz Vorpommerns blieb nicht verschont.

„Als ich einen Tag nach dem Sturm nach dem Rechten sehen wollte und das Hallentor öffnete, dachte ich zunächst: Warum ist es so hell hier?“, erinnert sich Steffen Kliewe. Dann sah er die Katastrophe: Teile des Daches waren auf die in der Halle stehenden Unterkunftszelte gekracht und hinterließen eine Spur der Verwüstung. Sein Blick nach oben gelangte unverbaut direkt in den Himmel und brachte Gewissheit: Der Sturm hatte einen riesigen Baum auf das Hallendach krachen lassen, der eine komplette Plattenbahn zerstörte.

„Wir packen jetzt an”

Leere Vereinskasse, keine Technik und das fehlende Bauwissen und -können ließen die Jungs beinahe verzweifeln. Doch genauso krass, wie der Sturm im Herbst zuschlug, kam auch das Hilfsangebot zweier Bauunternehmer aus der Region. „Wir auf dem Bau konnten und können eigentlich unverändert weiterarbeiten“, beschreibt Dachdecker René Brentführer die Zeit während der Corona-Pandemie. Zusammen mit dem Inhaber des Baubetriebes Kurzweg, Marko Kurzweg, entschloss sich der Eggesiner zu helfen. „Wir möchten einfach etwas zurückgeben und packen jetzt an.“

Und so übernahm der Eggesiner Dachdecker zusammen mit Baukollege Marko Kurzweg am vergangenen Wochenende nicht nur die Reparaturarbeiten am kaputten Hallendach, sondern spendierte zusammen mit dem Team-Baucenter Eggesin auch das komplette Material. „Als wir das erfahren haben, waren wir total überwältigt und sind sehr dankbar“, sagt Steffen Kliewe, der auf ein deutlich besseres Jahr 2021 hofft.

 

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