DRAMA IM DAMWILDGEHEGE

Nach Wolfsangriff: Panikattacke beim Wild

Die Hiobsbotschaften um das Damwildgehege in Kuhlmorgen reißen nicht ab. Nachdem dort mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Wolf zehn Tiere im Blutrausch getötet hatte, waren plötzlich auch die beiden einzigen überlebenden Tiere verschwunden.
Jörg Foetzke Jörg Foetzke
In der Ueckermünder Heide haben offenbar Wölfe im Blutrausch zehn Stück Damwild getötet. Die überlebenden Tiere sind auch Tage danach noch in Panik
In der Ueckermünder Heide haben offenbar Wölfe im Blutrausch zehn Stück Damwild getötet. Die überlebenden Tiere sind auch Tage danach noch in Panik ZVG
Ist der Wolf hier durch das Tor geschlüpft? Die Eigentümer des Wildgatters in Kuhlmorgen wollen jetzt einen zweiten Zaun aus Stacheldraht ziehen.
Ist der Wolf hier durch das Tor geschlüpft? Die Eigentümer des Wildgatters in Kuhlmorgen wollen jetzt einen zweiten Zaun aus Stacheldraht ziehen. J. Foetzke
Etliche Tiere in dem Gehege wurden grausam zugerichtet.
Etliche Tiere in dem Gehege wurden grausam zugerichtet. ZVG
Von einem „gezielten Kehlbiss“ kann hier keine Rede sein.
Von einem „gezielten Kehlbiss“ kann hier keine Rede sein. ZVG
Kuhlmorgen.

In der Ueckermünder Heide haben offenbar Wölfe über Weihnachten rund ein Dutzend Nutztiere in einem Damwildgehege getötet. Als der Sohn des Eigentümers nun nach den zwei Tiere, die das Blutbad überlebt hatten, sehen wollte, waren sie spurlos verschwunden.

Auch nachdem Max S. mehrere Runden über die rund 5,6 Hektar große Fläche gedreht hatte, gab es keine Spur von den Tieren. Einen Tag später fand sich zumindest ein Spießer (Jungtier mit noch nicht voll ausgebildetem Geweih). „Im hohen Gras hatte er sich so abgeduckt, dass man ihn nur bemerken konnte, wenn man dicht davor stand“, erklärt Bodo S., der Eigentümer des Wildgatters. Ein völlig untypisches Verhalten, womöglich ausgelöst durch den Schock der Wolfsattacke. Ähnlich reagierte vielleicht auch der noch fehlende Hirsch – zumindest hofft das Bodo S.

Die Wolfsattacke hat eine rege und kontroverse Diskussion auf Facebook ausgelöst. Da wurde die Gatterhaltung von Wildtieren kritisiert, andere traten für die Jagd von auffälligen Wölfen ein. Dritte bedrohten Max S. gar mit dem Tod, weil er sich vehement gegen die Ansiedlung des Wolfes in der Region ausgesprochen hatte.

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