Zum ersten Mal sperrten die rund 70 Demonstranten mit einer Sitzblockade den Kreuzungsbereich B109/Anklamer Straße zwisc
Zum ersten Mal sperrten die rund 70 Demonstranten mit einer Sitzblockade den Kreuzungsbereich B109/Anklamer Straße zwischen 10.30 Uhr und 10.45 Uhr. Fabian Beyer
Während der Sperrung bildete sich ein langer Rückstau an der B109.
Während der Sperrung bildete sich ein langer Rückstau an der B109. Fabian Beyer
Zum ersten Mal sperrten die rund 70 Demonstranten mit einer Sitzblockade den Kreuzungsbereich B109/Anklamer Straße zwisc
Der Kreuzungsbereich B109/Anklamer Straße war zwischen 10.30 Uhr und 10.45 Uhr gesperrt, Fabian Beyer
„Freie Friedländer Wiese”

Naturschützer sperren Kreuzung an B109 in Ferdinandshof

Seit Januar trifft sich jeden Samstag die Bürgerinitiative „Freie Friedländer Wiese” zur Mahnwache. Dieses Mal standen sie aber nicht nur an der Straße.
Ferdinandshof

Schon zum 40. Mal hat sich am Samstag die Bürgerinitiative „Freie Friedländer Wiese” zur Mahnwache zum Erhalt der Friedländer Großen Wiese getroffen. Die Aktion fand – wie jeden Samstag – an der B109 gegenüber der Tankstelle in Ferdinandshof statt.

Zum ersten Mal sperrten die rund 70 Demonstranten allerdings mit einer Sitzblockade den Kreuzungsbereich B109/Anklamer Straße zwischen 10.30 Uhr und 10.45 Uhr. Die Polizei war mit mehreren Beamten vor Ort und sicherte den Verkehr für den Zeitrahmen ab.

Bürgerinitiative verteidigt das Niedermoorgebiet Friedländer Große Wiese

Verteidigt wird von der Bürgerinitiative die Friedländer Große Wiese, ein Niedermoorgebiet, das laut Thea Funk von der Bürgerinitiative bisher unverbaut sei. Sie und ihre Mitstreiter wollen, dass das Gebiet wiedervernässt wird. Stattdessen plane die Firma Enertrag bis zu 16 Windräder in Sichtweite zu errichten, erklärt die Wilhelmsburgerin. Die Windkraftanlagen sollen eine Höhe von 238 Meter haben.

Während der Blockade bildete sich ein Rückstau in allen Richtungen an der Kreuzung. Die meisten Autofahrer brachten Geduld mit und verstanden die Demonstranten. Als die Sperrung aufgehoben wurde, hupten einige Autofahrer, andere zeigten den erhobenen Daumen.

„Wir werden auch in den nächsten Wochen in Ferdinandshof stehen und demonstrieren, wir klagen bis in die letzte Instanz”, machte Funk ihren Standpunkt klar. Das müsse jedem bewusst sein. 2018 seien 40.000 Kraniche in dem Gebiet gewesen, darüber hinaus gebe es unter anderem Schrei-, See- und Fischadler – alle streng geschützt. Artenschutz müsse vor Bebauung stehen.

 

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