Vorstandsvorsitzende Dr. med. Anneliese Rentz (re.) und ihre Mitstreiter wollen hier in der Region schwerstkranken Patienten z
Vorstandsvorsitzende Dr. med. Anneliese Rentz (re.) und ihre Mitstreiter wollen hier in der Region schwerstkranken Patienten zur Seite stehen und auf ihrem letzten Lebensabschnitt begleiten. Katja Richter
Sterbebegleitung

Neuer Hospizverein für Uecker-Randow nimmt Arbeit auf

Ein weiterer Verein in der Region kümmert sich darum, dass Menschen die letzte Phase ihres Lebens in Würde verbringen können und Angehörige entlastet werden.
Torgelow

Neben dem Hospizdienst Uecker-Randow mit Sitz in Pasewalk kümmert sich nun ein weiterer Verein mit Sitz in Torgelow um Betroffene. „Wir wollen hier in der Region ein Zeichen setzen, wie wir schwerstkranken Patienten zur Seite stehen können und sie auf ihrem letzten Lebensabschnitt begleiten“, sagte Dr. med. Anneliese Rentz während der Mitgliederversammlung zur Vereinsgründung.

„Windflüchter”-Verein nimmt Arbeit auf

Gut zwei Jahre lang mussten die Medizinerin und ihre Mitstreiter auf diesen Moment warten. Nun ist sie froh und glücklich, dass alle Hürden genommen sind und der gerade gegründete Verein zur ambulanten palliativen Begleitung „Windflüchter“ Torgelow seine Arbeit aufnehmen kann.

Die Tätigkeit des Vereins wird sich überwiegend auf die Region Uecker-Randow und seine ländlichen Randgebiete im Landkreis Vorpommern-Greifswald erstrecken.

„Das Sterben gehört nun mal Leben“, betonte die erste Vorstandsvorsitzende. Es sei die Aufgabe des Vereins, in Zusammenarbeit mit der palliativen Medizin, Pflege und Partnern einen Raum zu schaffen, in dem der kranke Mensch mit möglichst geringen Beschwerden bis zuletzt leben kann, umsorgt von Familie, Freunden und Betreuerin, egal, an welchem Ort er sich befindet. Aber auch die Nahestehenden und Angehörigen des Betroffenen stehen im Blickfeld des hospizlichen Angebots.

Schwerstkranke, Sterbende und Nahestehende unterstützen

Die ehrenamtlich tätigen Mitglieder begleiten, beraten und unterstützen nach absolvierter Ausbildung zum Hospizbegleiter schwerstkranke und sterbende Menschen sowie ihre Nahestehenden.

Betroffene, aber auch Angehörige können sich bei Bedarf an den Verein wenden. Die beiden Koordinatorinnen Susanne Bitzker und Beatrice Duhse werden sich zukünftig um alles Weitere kümmern und auch den Kontakt zum Hospizbegleiter herstellen.

Bis die passenden Räumlichkeiten in Torgelow gefunden sind, ist der Verein in den Räumen der HaffCare GmbH in der Torgelower Bahnhofstraße 46 zu erreichen.

„Wir möchten Menschen ihren letzten Weg nicht allein gehen lassen“, sagte Hospiz- und Trauerbegleiterin Verona Stock, die bereits im Jahre 2017 die Ausbildung absolviert hat und sich ebenfalls im neu gegründeten Verein engagieren wird.

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