Amtsfeuerwehr

Neuer Jugendwart – veraltete Technik

Zu über 200 Einsätzen rückten die Feuerwehren in Torgelow-Ferdinandshof in diesem Jahr aus – und das unter schwierigen Bedingungen. Trotz der Wahl eines neuen Jugendwarts fehlt es an jungem Nachwuchs und neuer Technik.
Simone Weirauch Simone Weirauch
Amtsvorsteher Gerd Hamm beruft Mirko Beutel (Mitte) für sechs Jahre zum Amtsjugendfeuerwehrwart Torgelow-Ferdinandshof. Rechts im Bild: Amtswehrführer Sven Stachowski.
Amtsvorsteher Gerd Hamm beruft Mirko Beutel (Mitte) für sechs Jahre zum Amtsjugendfeuerwehrwart Torgelow-Ferdinandshof. Rechts im Bild: Amtswehrführer Sven Stachowski. Simone Weirauch
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Torgelow.

Die Feuerwehren im Amtsbereich Torgelow-Ferdinandshof haben jetzt einen für sechs Jahre berufenen Amtsjugendfeuerwehrwart. Der 28-jährige Mirko Beutel aus Torgelow wird nun die Jugendarbeit der Feuerwehren im Amt koordinieren. Gleichzeitig wurde Mirko Beutel zum Oberlöschmeister befördert.

„Wer so eine Aufgabe übernimmt, weiß um die Verantwortung, überlegt sich das genau und sichert sich die Unterstützung seiner Familie“, sagte Amtswehrführer Sven Stachowski, der den Bürgermeistern der Gemeinden in der Amtsausschuss-Sitzung den neuen Jugendwart vorstellte. Mirko Beutel kam selbst als Elfjähriger zur Feuerwehr und gehört heute zu den Aktiven der Torgelower Wehr. „Meine Frau steht bei dieser Entscheidung hinter mir“, versicherte der junge Torgelower.

299 aktive Kameraden im Amt Torgelow-Ferdinandshof

Im Amt Torgelow-Ferdinandshof sorgen 299 aktive Kameraden für einsatzbereite Feuerwehren in Torgelow, Ferdinandshof, Altwigshagen, Wilhelmsburg und Hammer, Torgelow-Holländerei und Wietstock. Sie mussten in diesem Jahr bisher zu 202 Einsätzen ausrücken, davon waren 37 Löscheinsätze und 146 Hilfeleistungen. 78 Mal berechneten die Gemeinden für den Feuerwehreinsatz Gebühren.

Amtswehrführer Sven Stachowski stellte dem Amtsausschuss den Jahresbericht der Feuerwehr vor, der nicht nur einen Überblick über die Einsätze und die körperlich schwierige und zeitlich intensive Ausbildung vermittelte, sondern auch wesentliche Probleme der Feuerwehren verdeutlichte. „Wir freuen uns über jedes Mitglied in den Wehren, aber leider sinkt die Zahl der aktiven Kameraden“, sagte Sven Stachowski. Die Überalterung vieler Wehren sei für die tägliche Einsatzbereitschaft ebenso ein Problem wie die veraltete Technik.

Investitionsbedarf bleibt enorm

Mit Fahrzeugen der Baujahre 1981, 1983, 1984 und 1988 müssen die Feuerwehren in Wietstock, Altwigshagen, Hammer und Torgelow-Holländerei in den Einsatz. Der Investitionsbedarf der Kommunen in den Brandschutz bleibt enorm, wie hoch genau er ist, wird die Brandschutzbedarfsplanung zeigen, die zurzeit im Amt erarbeitet wird. Sven Stachowski wies darauf hin, dass die Dörfer keine großen Löschfahrzeuge wie das LF 28 brauchen: „Das ist kaum zu bezahlen.“ Der Amtswehrführer plädierte für vernünftige Entscheidungen, und zwar für kleine Einsatzfahrzeuge, die auch Platz im Gerätehaus haben und für die es qualifizierte Fahrer gibt.