BLUTIGER REH-UNFALL

Neuer Schutzengel für Cordula R.

Unfallopfer Cordula R. glaubt an Schutzengel. Seit dem Crash ihres Autos mit einem Reh ist ihrer verschwunden. Jetzt hat sie dank des Nordkurier einen neuen.
Holger Schacht Holger Schacht
Cordula R. mit ihrem neuen Schutzengel, den sie vom Nordkurier. Im Hintergrund der Twingo, in dessen Frontscheibe das Reh krachte.
Cordula R. mit ihrem neuen Schutzengel, den sie vom Nordkurier. Im Hintergrund der Twingo, in dessen Frontscheibe das Reh krachte. Holge Schacht, Christopher Niemann
Ueckermünde.

Nach dem dramatischen Unfall mit dem Reh, das auf einer Landstraße frontal durch die Frontscheibe ihres Renault Twingo krachte, saß bei Cordula R. (59, aus Ducherow) der Schock tief. Inzwischen kann sie wieder lachen. Besonders über ein Geschenk, das sie vom Nordkurier erhielt. „Endlich habe ich wieder einen Schutzengel. Es hing immer einer am Rückspiegel meines Autos. Doch der ist seit dem Unfall weg.”

Der Nordkurier besorgte ihr einen Schutzengel gleichen Typs. Der ist aus Metall. Das Wort „Schutzengel” steht drauf, an der Seite baumelt ein Herzchen und ein weiteres Metall-Schildchen mit der Inschrift „Ich bin immer bei Dir”. Cordula R.: „Was den Schutzengel angeht, da bin ich abergläubisch. Dieses Exemplar hat bewiesen, dass er es drauf hat.”

Schnittverletzungen im Gesicht

Vor gut einer Woche war die Buchhalterin eines Ueckermünder Steuerbüros auf dem Weg zur Arbeit, als das Unglück mit dem Reh geschah. Kurz hinter Annenhof sah Cordula R. das laufende Wild schon auf der Wiese, trat im Renault Twingo voll auf die Bremse. Im Gegenverkehr erfasste ein Mann (45, aus Vogelsang-Warsin) mit seinem Hyundai das Tier. Vom Hyundai schleuderte das etwa 22 Kilo schwere Reh in den Twingo, landete sterbend auf der Rückbank.

Wie durch ein Wunder verletzte sie sich nur leicht, musste am Donnertag zur Nachuntersuchung ins Ameos Klinikum Ueckermünde: „Die Schnittverletzungen im Gesicht und an den Händen verheilen sehr gut. Jetzt bin ich noch bis Ende nächster Woche krankgeschrieben, dann geht's wieder zur Arbeit.”

Ratlos ist Cordula R., wie es bei der Suche nach einer Frau weitergehen soll, die ihr nach dem Crash sehr geholfen hat: „Ich möchte mich bei ihr bedanken. Sie war sehr liebevoll, setzte mich nach dem Unfall in ihr dunkles Auto, deckte mich mit einer Decke zu und rief übers Handy meinen Mann und im Büro an.” Die Frau war ebenfalls Richtung Ueckermünde unterwegs, trug eine Brille und längere Haare. Bisher hat sie sich weder bei Cordula R. noch beim Nordkurier gemeldet.

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