Bei der Übergabe der symbolischen Schecks an den radelnden Spendensammler Oliver Trelenberg (Mitte) auf dem Ueckermü
Bei der Übergabe der symbolischen Schecks an den radelnden Spendensammler Oliver Trelenberg (Mitte) auf dem Ueckermünder Markt: Karsten Piepenhagen (links), Jürgen Kliewe (Zweiter von rechts) und Norbert Raulin (rechts). Die Spenden gehen an den Verein „Herzenswünsche“ e.V. Münster, der krebskranken Kindern Wünsche erfüllt. Lutz Storbeck
Bei der Übergabe der symbolischen Schecks an den radelnden Spendensammler Oliver Trelenberg auf dem Ueckermünder Mar
Bei der Übergabe der symbolischen Schecks an den radelnden Spendensammler Oliver Trelenberg auf dem Ueckermünder Markt: Karsten Piepenhagen (links), Jürgen Kliewe (Zweiter von rechts) und Norbert Raulin (rechts). Die Spenden gehen an den Verein „Herzenswünsche“ e.V. Münster, der krebskranken Kindern Wünsche erfüllt. Lutz Storbeck
Aktion

Oli radelt ans Haff und sammelt für krebskranke Kinder

Seit 2015 unternimmt Oliver Trelenberg jedes Jahr eine Deutschlandtour. Das hilft nicht nur ihm.
Ueckermünde

Fahrradfahrer in der Haff-Region – das ist beileibe keine Seltenheit.Oliver Trelenberg aus Hagen ist dieser Tage auch mit dem Rad unterwegs. Mit einer ganz speziellen Mission. Bei seiner Sommertour verfolgt er gleich zwei Ziele. Zum einen will der Mann aus Nordrhein-Westfalen Spenden sammeln und auf der anderen Seite als Pedalritter auch etwas für seine Gesundheit tun. Was genau ihn dazu bewogen hat, die Tour „Oli radelt!“ zu unternehmen, hat er in Ueckermünde Bürgermeister Jürgen Kliewe, Wohnungsbaugesellschaft-Chef Norbert Raulin und Pflegedirektor Karsten Piepenhagen vom Ameos-Klinikum berichtet.

Spenden sollen helfen, Wünsche zu erfüllen

Es ist nicht seine erste Deutschlandtour gewesen, sagt Oliver Trelenberg. Seit 2015 ist er stets im Sommer unterwegs, um Spenden für einen guten Zweck zu sammeln. In diesem Jahr sollen die Spenden an den Verein „Herzenswünsche“ e.V. Münster gehen, der krebskranken Kindern Wünsche erfüllt. Oli plant seine Tour genau – in diesem Jahr geht sie über 4500 Kilometer. Mit etwas Glück trifft er sich in den Etappenstädten und findet dort Menschen, die sein Anliegen unterstützen. Über die Jahre hinweg hat Oliver Trelenberg mehr als 55 000 Euro an Spenden sammeln können.

Flyer dabei

Er ist bei Wind und Wetter unterwegs, erzählt der Radler. Es geht ihm dabei nicht um Geschwindigkeit, er will etwas von der Landschaft sehen. Ab und an kommt er ins Gespräch mit Leuten. „Aber weil die meisten schnell vergessen, was ich erzählt habe, drücke ich ihnen meine Flyer in die Hand, damit sie wissen, was ich mache“, sagte er.

 

Für ihn ist die Tour deswegen wichtig, weil er damit auch sich selbst etwas Gutes tun will. 2013 bekam er die Diagnose Krebs, was ein Schock für ihn war. Den Krebs hat er besiegt, aber unter den körperlichen Folgen hat er heute noch zu leiden. Doch aufzugeben ist für ihn keine Option. „Ich will den Leuten sagen ‚Kopf hoch, nicht den Lebensmut verlieren und nicht die Flinte ins Korn schmeißen‘“, sagt Trelenberg.

Mit Radwegen zufrieden

Gesehen und befahren hat er schon viele Radwege in Deutschland. Klar, es gibt Stellen, da wird es schwer für Pedalritter – Sand, Steine, Unebenheiten und andere Hindernisse geben Grund zum Meckern. Nicht so für Oliver Trelenberg. „Du kannst in Deutschland supergeil radeln“, fasst er seine Erfahrungen zusammen, und auch Plattenstraßen stören ihn nicht.

Mit Zahnschmerzen am Haff angekommen

Zu den bemerkenswerten Erfahrungen des radelnden Spendensammlers in diesem Jahr gehört auch die Sache mit den Zahnschmerzen. Die hatten in Eisenhüttenstadt begonnen, und seitdem war es ihm nicht gelungen, einen Zahnarzttermin zu bekommen. Die Schmerzen ließen nicht nach, im Gegenteil. Keine Zeit, keine Termine, die Technik ist schon ausgeschaltet – all diese Argumente bekam er in Zahnarztpraxen von Eisenhüttenstadt bis ans Haff zu hören. In der Praxis von Zahnarzt Gerhard Vogel in Ueckermünde wurde ihm dann ganz schnell und fachmännisch geholfen.

Stadt, Klinik und Wohnungsgesellschaft helfen

Das Seebad wird er also wohl in guter Erinnerung behalten. Auch, weil die Stadt dem Spendensammler eine Übernachtung spendiert hat – dazu kamen für das Spendenkonto 150 Euro von der Stadt, 150 Euro von der Wohnungsbaugesellschaft und 200 Euro vom Ameos-Klinikum. Darüber hat sich der Radler sehr gefreut. In den kommenden Tagen ist er an der Ostseeküste unterwegs und hofft, dass sich das Spendenkonto noch weiter füllt.

Wer spenden möchte, kann dies über das Spendenkonto der Stadt Hagen, die die Schirmherrschaft für Trelenbergs Touren übernommen hat. Weitere Informationen hierzu unter www.oli-radelt.de.

 

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